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Dritter Großbrand in Folge

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Zu einem Großbrand kam es in Biebertal. © Schäfer

Eine Hofreite ging am Freitag in Biebertal in Flammen auf. Es gab keine Verletzten. Eine Holzbefeuerungsanlage war wohl Ursache.

Biebertal (rsa). Bis zu 80 Feuerwehrleute bekämpften in den Abendstunden des Freitags im Biebertaler Ortsteil Frankenbach stundenlang einen größeren Gebäudebrand. Personen wurden nicht verletzt. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin.

Die Bewohner des nicht mehr bewohnbaren Hauses der Frankenbacher Hofreite, ein Ehepaar und zwei Kinder, mussten vorübergehend in einer anderen Wohnung untergebracht werden. Der Kriminaldauerdienst war vor Ort, um die Brandursache zu verifizieren. Wie die Polizei am folgenden Tag mitteilte, war es »vermutlich die Heizungsanlage«. Die Höhe des Sachschadens wurde mit 120 000 Euro beziffert.

Um 17.30 Uhr war das Feuer in einer Hofreite in der Kirchstraße entdeckt worden. Anscheinend war der Brand an einer Holzfeuerungsanlage im linken Bereich der hinten liegenden Scheune ausgebrochen. Von hier aus breitete er sich über den gesamten Scheunenbereich aus.

Zudem fraßen sich die Flammen in das Dachgebälke des winklig dem Scheunenbau angeschlossenen Wohnhauses. Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Daniel Weiß berichtete, dass beim Eintreffen der Feuerwehr die Scheune bereits voll brannte. Einsatzkräfte aus allen drei Schutzbereichen Biebertals, die Feuerwehr Wettenberg, die Berufsfeuerwehr Gießen sowie Drehleitern aus Buseck und Heuchelheim und ein Versorgungszug des Roten Kreuzes waren angerückt. Auch Kreisbrandinspektor Mario Binsch machte sich vom Einsatz ein Bild. Und auch Biebertals Bürgermeisterin Patricia Ortmann beobachtete als ausgebildete Feuerwehrfrau das Brandgeschehen und spendierte den Einsatzkräften nach den Löscharbeiten Essen.

Erschwert wurde die Bekämpfung der Flammen dadurch, dass auf dem hinteren Gebäudeensemble das Dach und ein Großteil der Fassadenverkleidung aus gewelltem Blech bestand und so die Wehrkräfte nicht an die Flammenherde herankamen. Einzig im Raum der Holzfeuerungsanlage sowie daneben im Tennenbereich der Scheune waren nach dem Öffnen des teils verbrannten Hoftores die Flammen alsbald erstickt. Von allen Gebäudeseiten aus spritzten die Löschtrupps in vorhandene und gebrochene Öffnungen des Gebäudes Wasser aus ihren Schläuchen. Dunkler Rauch stieg in starken Schwaden gen Himmel, was kilometerweit zu sehen war.

Ob der zahlreichen Einsatzwagen war die Ortsdurchfahrt für den Verkehr stundenlang komplett gesperrt.

Biebertals Bürgermeisterin musste bereits den dritten Großbrand im letzten halben Jahr in ihrer Großgemeinde erleben. Ende Oktober des Vorjahres war ein verheerendes Großfeuer im Hofgut »Schmitte« ausgebrochen, und Ende Januar hatte ein Wohngebäude in Rodheim-Bieber gebrannt.

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