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Jede Krippe trägt andere Handschrift

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Auch der Krippenweg 2022/23 wird wieder ausschließlich von den vielen Paten individuell gestaltet. Foto: Mattern © Mattern

Über 40 Krippenpaten folgten dem Aufruf von Friedel Winter, um dem mittlerweile 14. Krippenweg wieder seinen Charme zu geben und Licht, Freude und Hoffnung in schwieriger Zeit zu spenden.

Biebertal (mav). Auf Kinderpunsch und Glühwein muss auf dem Fellingshäusener Krippenweg auch in diesem Jahr aus unterschiedlichen Gründen wieder ebenso verzichtet werden wie auf die Fackelwanderung, bedauert Friedel Winter. Dennoch: Der Krippenvater weiß, dass er sich auf seine Mitstreiter verlassen kann. Über 40 Krippenpaten folgten seinem Aufruf, um dem mittlerweile 14. Krippenweg wieder seinen Charme zu geben und somit etwas Licht, Freude und Hoffnung in einer schwierigen Zeit zu spenden.

55 Krippen auf zwei Kilometern Länge

Mit Zustimmung des Forstes und der Gemeinde stehen im Fellingshäusener Wald entlang der bekannten, etwa zwei Kilometer langen Rundstrecke zwischen Waldsportplatz und Sandkaute am Fuße des Dünsbergs, nach derzeitigem Stand 55 Krippen, und besonders stolz ist der Ideengeber über die neu hinzugewonnenen Krippenpaten. Das entspricht schon lange dem Wunsch von Friedel Winter, nicht mehr alles alleine machen zu müssen, zumal er auch gesundheitlich nicht mehr diese Mammutaufgabe leisten kann.

Noch vor wenigen Jahren war er bereits Wochen vor Weihnachten beziehungsweise der Adventszeit mehr im Wald als Zuhause anzutreffen, um bis zu 70 Krippenstandorte vorzubereiten und immer wieder bei seinen zahllosen Rundgängen an allen Krippen die Teelichter anzuzünden. Das übernehmen nun die Paten und das hat auch etwas für sich, denn so wird der Krippenweg individueller, trägt jede einzelne Krippenstation die Handschrift ihres Gestalters.

Das Grundgerüst wie Wurzelstöcke ist größtenteils noch vorhanden, hier und da hat der Krippenvater noch mal etwas Hand angelegt. So konnte schließlich mit den eigentlichen Dekorationsarbeiten begonnen werden. Letzte Feinheiten wurden bei einem Rundgang mit am Krippenbau Interessierten abgestimmt. Bei der Gestaltung der Krippen hatten die Paten freie Hand, bis auf wenige Ausnahmen wie die, keine elektrische beziehungsweise künstliche Beleuchtung zu verwenden. Nur Teelichter oder kleine Kerzen in Laternen - so wie es von Anfang an war - dürfen aufgestellt werden.

Das ist mit etwas Arbeit und Verpflichtung verbunden, denn wer möchte, dass seine Krippe auch immer hübsch illuminiert ist, der muss die Lichter seiner Krippe immer wieder anzünden. Dies hat auch gesundheitlich etwas für sich und ein schöner Waldspaziergang mit dieser Aufgabe erfreut Geist, Körper und Seele, auch derjenigen, die als Besucher ihren Rundgang machen wollen.

Dies ist vom 4. Dezember bis 8. Januar möglich. Die Evangelische Kirchengemeinde mit der Kita »Zum Fuchsbau« veranstaltet im Rahmen des Krippenweges am 18. Dezember in der Sandkaute eine Waldweihnacht.

Neue Paten können sich bei Friedel Winter unter 06409/8088580, unter 0151/40060113 oder unter abs.fuchsFw@ t-online.de melden.

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