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Neues Zuhause für Luftakrobaten

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Rolf Gerth (r.) hat zwei neue Nisthilfen für Mauersegler gezimmert und befestigt sie gemeinsam mit Willi Römer im Glockenstuhl des Kirchturms. © Mattern

Biebertal (mav). Vor fast genau 13 Jahren montierten Willi Römer und der damalige Vorsitzende des Natur- und Vogelschutzvereins Fellingshausen (NVF), Rolf Gerth, einen Nist- und Brutkasten für Mauersegler im Glockenstuhl der evangelischen Kirche.

Die Behausung für die gefiederten Luftakrobaten musste jetzt ausgetauscht werden, da das Kirchendach saniert wird und im Zuge dessen auch die Schallluken im Glockenstuhl erneuert wurden.

Angepasst an die neue Umgebung sind nun auch zwei Neubauten für die Segler, die wie keine andere Vogelart, so extrem an das Leben in der Luft angepasst ist und somit ihr Leben »wie im Fluge« verbringen.

Außerhalb ihres Brutgeschäftes halten sie sich nahezu zehn Monate in der Luft auf. Im Mai werden sie wieder in heimischen Gefilden zurückerwartet von ihren Winterquartieren in Afrika.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass ein Pärchen das »Wohnungsangebot« in 25 Meter Höhe, im Glockenstuhl des Gotteshauses annimmt.

Die Population, so Rolf Gerth, der nicht nur stellvertretender Vorsitzender des NVF ist, sondern auch Beauftragter für Vogelschutz berichtet, dass die Population von Mauerseglern in Fellingshausen nach der jüngsten Registrierung von sieben Brutpaaren in 2019 auf zehn im vergangenen Jahr angestiegen sei. Die letzten »Mieter« der Nist- und Bruthilfen im Kirchturm seien in den Jahren 2018 und 2019 allerdings Bachstelzen gewesen, so Gerth, der die beiden neuen Nistkästen gezimmert hat.

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