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Sven Görtz begeistert mit Dylan-Songs

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Besonderes Konzert-Ambiente: Sven Görtz begeisterte 150 Zuhörer im Rund des Gail’schen Parks. Foto: Waldschmidt © Waldschmidt

150 Zuhörer wollten sich die Bob-Dylan-Interpretationen von Sven Görtz im Gail’schen Park nicht entgehen lassen und wurden dafür mit guter Musik und vielen Hintergrundinformationen belohnt.

Biebertal (whk). Da war alles passend, ein lauer Sommerabend, blauer Himmel, ein faszinierendes Ambiente im Gail’schen Park, guter Wein und nicht zuletzt Sven Görtz, der 150 Zuhörer im Rund des Parkareals mit Bob-Dylan-Songs trefflich unterhielt.

Die Qual der Wahl

Bob Dylans Songtexte haben Generationen beeinflusst. Als erster Musiker erhielt er 2016 den Nobelpreis für Literatur. Im Mai 2021 feierte Dylan seinen 80. Geburtstag. Pandemie-bedingt dauert es drei Jahre, bis Sven Görtz endlich in der Kulisse des Parks auftreten konnte. Für den Freundeskreis Gail’scher Park begrüßte Jürgen Ross die Zuhörerschar. Der Abend begann eindrucksvoll mit »Rainy Day Women«. Sven Görtz sprach dann darüber, wie schwierig die Auswahl aus den vielen Hits sei, die Dylan produziert hat. Er habe bei der Vorbereitung deshalb die Entscheidung getroffen, dass er sich zunächst auf alle Songs, die vor November 1967 entstanden sind und die ihm auch selbst etwas bedeuten, konzentriert hat.

Damit ging es über zu »Lay, Lady, Lay«. Die Textzeile »Leg dich, Lady, quer in mein großes Messingbett« habe es ihm besonders angetan. Mitte der 60er Jahre begann Dylan, auch selbst zu texten, und so entstand »Like a Rolling Stone«, das zunächst als gecoverte Version Erfolge feierte, bevor auch Dylan von seinem Text und seiner Musik profitierte.

Nach einer Erfrischungspause begann der zweite Teil des Abends mit dem Song »Just Like a Women« aus dem ersten Doppelalbum der Rockgeschichte »Blonde on Blonde«. Mit »Girl from the North Country« machte Görtz eine Ausnahme von seinen Kriterien: Das Stück war 1969 entstanden, war aber eine Referenz an die Country-Music und Johnny Cash, der in der Originalaufnahme mitsang.

Auch eigene Stücke

Sven Görtz ließ auch seine eigene musikalische Entwicklung Revue passieren und spielte dazu den von ihm komponierten Song »Du gehst, selbst wenn du bleibst«. Mit dem Stück »All along the Watchtower«, das er selbst genauso schnell spielt wie Dylan und Hendrix, endete der zweite Teil des Konzertes.

Es ging wieder los mit »Love Minus Zero/No Limit« und dem Stück mit den neun Fragen und einer Antwort, die eigentlich keine ist, dem Song »Blowing in the Wind«. Die Zuhörerinnen und Zuhörer hatten darauf gewartet, der Beifall war deshalb groß. Das Ende des Konzertes kündigte sich mit »Maggie’s Farm« an.

Nach langem Beifall gab es noch zwei Zugaben, »It’s all over now, Baby Blue« und »Mr. Tambourine Man«. Ein konzertantes Ereignis, das viel Musik und Informationen zum Leben von Bob Dylan bot.

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