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Trails bald wieder befahrbar

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Bürgermeisterin Patrica Ortmann ließ es sich nicht nehmen, selbst in der Fahrerkabine des »Menzi Muck« Platz zu nehmen und sich nach Anweisungen durch Tobias Bechter mit dem Gerät vertraut zu machen. © Theis

Biebertal (lth). Das sonnige Wetter genießen, das Mountainbike rausholen und seine Runden auf den beliebten Trails des Dünsberg drehen. Darauf kann sich schon bald die Mountainbike-Gemeinde freuen, denn der seit Ende November des vergangen Jahres gesperrte Druiden- sowie der Fuchstrail können in den nächsten Wochen wieder befahren werden. Das stellten bei einer Begehung Bürgermeisterin Patricia Ortmann, Revierleiterin Ulrike Henrich und Produktionsleiterin Alina Kratofil vom Forstamt Wettenberg in Aussicht.

Begeisterte Freunde des Mountainbikes hatten es in der Vergangenheit am Dünsberg nicht immer leicht. Die extra für die Sportler errichteten Strecken, sogenannte Trails, lockten zwar Mountainbiker weit über die Grenzen Biebertals hinaus an, dennoch gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme und Streitigkeiten am Dünsberg. Unvergessen bleibt sicherlich der Fall, als im Januar 2020 vier Drahtfallen von einem bis heute unbekannten Täter an den Mountainbike-Strecken gespannt wurden. Da sich die Drähte auf Brust- und Kniehöhe befanden, waren sich die Verantwortlichen von Gemeinde, Forst und Polizei schnell sicher: Radfahrer sollten sich verletzen.

Aufgrund von abgestorbenen Fichtenflächen unterhalb des Druiden- und des Fuchs-trails waren diese seit November vergangenen Jahres nicht mehr befahrbar, da die Gefahr bestand, dass die toten Bäume auf die Mountainbike-Strecken stürzen, was Lebensgefahr für alle Waldbesucher, die sich in der Nähe der Bäume aufhalten, bedeutete. Die vergangenen Trockenjahre und der Borkenkäfer haben die Bäume in unmittelbarer Nähe zu den Trails zum Absterben gebracht. Das Holz wurde brüchig und ganze Bäume brachen über den Trails zusammen.

Um die Sicherheit wieder herzustellen, wurden nun seit Montag die Bäume gefällt. »Entlang der Trails musste eine rund 30 Meter breite Schneise entstehen, damit die Strecken für Besucher und Sportler wieder sicher wird«, erklärte Kratofil. Aufgrund der steilen Hanglage am Dünsberg konnte für diesen Einsatz keine herkömmliche Technik angewendet werden. Die Gemeinde sowie HessenForst hatten daher eine Spezialmaschine, einen sogenannten Schreitbagger mit dem Namen »Menzi Muck«, von Unternehmer Tobias Bechter aus dem württembergischen Oggelshausen mit der Fällung beauftragt. Zusammen mit seinem Kollegen Timo Hildebrandt hat er in den vergangenen fünf Tagen mit seinem Spezialgerät 40 bis 50 Meter Fläche am Tag abgeholzt. Die gefällten Bäume bleiben dabei auf der Fläche liegen. Da Bechters »Menzi Mock« hauptsächlich in Gebirgsregionen unterwegs ist und aufgrund der besonderen Leistung sehr gefragt ist, war er für die Arbeiten am Dünsberg nicht sofort verfügbar. Die Kosten für den Einsatz des Gerätes betrugen laut Kratofil 2700 Euro pro Tag. Die werden zum größten Teil durch HessenForst bezahlt.

Welche Baumarten sich wieder auf der freigewordenen Fläche ansamen, wird dem natürlichen Verlauf überlassen. »Wir erhoffen uns durch Sukzession in Teilen der Flächen, dass man einen neuen und stabileren Wald erzeugen kann«, sagte Revierleiterin Henrich.

Im Laufe der Arbeiten war es in der zurückliegenden Woche immer wieder zu kurzzeitigen Sperrungen der Teerstraße, die zum Gipfel führt, gekommen. Da die Baumfällarbeiten heute gegen Nachmittag abgeschlossen werden, wird es am Wochenende zumindest auf der Teerstraße zu keinen Sperrungen mehr kommen.

Trails sollen schnell freigegeben werden

Nach Abschluss der Verkehrssicherung durch das Forstamt Wettenberg und der Gemeinde Biebertal werden die Trails für Besucher freigegeben. Bürgermeisterin Ortmann ist guter Dinge, dass dies in den kommenden beiden Wochen der Fall sein wird. »Passend zum Frühlingsbeginn und dem sonnigen Wetter können die Mountainbike-Fans dann wieder die Strecken befahren«, meinte die Bürgermeisterin.

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