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»Wasser marsch« mit Muskelkraft

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Die Feuerwehrmänner aus Königsberg setzen die historische Handspritze von 1903 mit Muskelkraft »im Takt« in Gang. Foto: Waldschmidt © Waldschmidt

Biebertal (whk). Schon bei ihrem Eintreffen wurde die Königberger Feuerwehr von den wartenden Kindern mit »Wasserbomben« und reichlich Wasser aus den mitgebrachten Spritzpistolen empfangen. Doch es blieb nicht lange trocken, auch von Himmel regnete es und sorgte für »Befeuchtung«.

Das Pfingstspritzen der Königsberger Feuerwehr fand nach zweijähriger pandemiebedingter Pause endlich wieder statt. Diesmal musste es jedoch im Wetzlarer Weg in Höhe des Friedhofes stattfinden, denn in der Schlossstraße an der »Weeth« werden derzeit Wasserleitung und Kanal erneuert sowie die Straße neu aufgebaut.

Kinder hatten ihren Spaß

Kurz nach dem Eintreffen der acht aktiven Wehrmänner und -frauen sowie der sechs Jugendfeuerwehrmitglieder hieß es dann »Wasser marsch‹" aus den C-Rohren. Im Alten Wetzlarer Weg geriet das Pfingstspritzen zu einer großen Gaudi und einem besonderen Event für die Kinder des Ortes.

Das traditionelle Pfingstspritzen erinnert daran, dass am Pfingstdienstag die 18-Jährigen neu in die Pflichtfeuerwehr aufgenommen und die länger dienenden oder frisch verheirateten Männer aus der Wehr entlassen wurden. Dies war schon damals ein großes Spektakel. In diesem Jahr war die alte Handspritze aus dem Jahre 1903, die mit Muskelkraft betrieben werden muss, an neuem Ort im Einsatz. Die Feuerwehrleute hatten sie per Hand vom unweit gelegenen Feuerwehrgerätehaus zum Einsatzort gezogen. Im Einsatz war auch das Königsberger Löschfahrzeug und der Mannschaftstransportwagen (MTW).

Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden, um das Spektakel des Pfingstspritzens mitzuverfolgen. Sechs Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren derweil mit Unterstützung von acht aktiven Wehrmännern und -frauen dabei, ihre Schläuche auszurollen und ihre Rohre in Stellung zu bringen. Nicht nur für die Kinder, auch für manchen Zuschauer gab es noch eine »kühle Dusche« aus den Rohren der Feuerwehr oder einer fehlgeleiteten Wasserbombe . Die historische Handspritze aus dem Jahre 1903 war aus den Schläuchen, die aus dem Hydranten versorgt wurden, befüllt worden. Gepumpt wurde derweil aus der Handspritze »im Takt«.

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