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Wiedersehen nach 50 Jahren

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Goldene Konfirmation für zwölf von 21 ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden. © Mattern

Goldkonfirmanden feiern gemeinsam in Fellingshausen die Wiederkehr ihrer Einsegnung.

Biebertal (mav). Dass eine Stunde nach dem regulären 16-Uhr-Läuten am vergangenen Samstag noch einmal die Glocken der evangelischen Kirche zu hören waren, hatte seinen besonderen Grund. Auf den Tag genau vor 50 Jahren wurden 21 junge Menschen in Fellingshausen konfirmiert. Zwölf von ihnen waren, zum Teil mit ihren Familien, zur Feier ihrer goldenen Konfirmation zusammengekommen:

Sigrid Balser geb. Gerlach, Birgit Crombach geb. Mattern, Petra Demel, Carina Faber geb. Schuster, Heidi Förster, Hartmut Gerlach, Evi Maria Reeh geb. Gerlach, Claudia Schäfer geb. Schleenbecker, Ursula Schmidt geb. Arnold, Ute Schmitt geb. Hänsel, Eveline Schulte geb. Failing und Edwin Weber. Drei ehemalige Konfirmanden nahmen nicht teil. Pfarrer Daniel Schweizer segnete die Jubilare und händigte ihnen ihre Urkunden aus. Gemeinsam wurde das Heilige Abendmahl gefeiert. Alte bekannte Kirchenlieder wurden gesungen, mit Begleitung durch den Organisten, Bernd Wiesner.

Den 23. Psalm, »Der Herr ist mein Hirte«, den die Konfirmanden vor 50 Jahren bei Pfarrer Ernst Wolfgang Strakeljahn auswendig lernen mussten, sprachen sie gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern und im Fürbittengebet gedachte man auch der verstorbenen Alterskameradin und den Alterskameraden, Claudia Hartmann, Gottfried Crombach, Ulrich Schäfer, Bruno Mattern und Thomas Förster. In Erinnerung und im Gedenken an sie nahmen Familienangehörige einiger von ihnen am Gottesdienst teil.

Aus dem 1. Buch Josua ist auf den Urkunden der Satz zu lesen, »Ich will Dich nicht verlassen«. Diese Zusage Gottes habe auch weiterhin ihre Gültigkeit und auf seinen Beistand und sein Mitgehen dürfe man vertrauen, so der Pfarrer in den Predigtgedanken.

Der Jahrgang 1956/57 gehörte seinerzeit mit zu den ersten, bei denen die Konfirmandinnen nicht mehr in schwarz gekleidet sein mussten und die Form des Vorstellungsgottesdienstes vor der Gemeinde in der Kirche nicht mehr geprägt war vom strengen Auswendiglernen und Abfragen.

Der Respekt vor ihrem Pfarrer war dennoch vorhanden und wies lediglich mit einer toten Maus in dessen Aktentasche kleine, dem jugendlichen Übermut geschuldete verzeihbare Lücken auf.

Nach dem Festgottesdienst ging es zum gemeinsamen Essen in das Gasthaus Zur Post, wo viel Zeit war, Erinnerungen auszutauschen.

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