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21 Fehlalarme bei 35 Einsätzen

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Buseck (sil). Zu 35 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Trohe 2021 gerufen. Bei sechs Bränden und acht Hilfeleistungen gab es einen triftigen Grund für das Ausrücken, während 21 Fehlalarme unnötige Zeit kosteten. »Dass es sich um einen Fehlalarm handelt, weiß man ja immer erst hinterher«, sagte Wehrführer Martin Lucifero.

Die hohe Anzahl der Fehlalarme verteilt sich auf mehrere Firmen, das Johanniterstift und das Hallenbad. Gefordert waren die Einsatzkräfte bei dem Vollbrand des Vereinsheims der »MC Dolzianer«, bei einem Gasaustritt am Rinnerborn und bei einem brennenden Auto auf der Landstraße zwischen Alten-Buseck und Großen-Buseck. Nach einem Reitunfall wurde die Landestelle für den Rettungshubschrauber ausgeleuchtet. Mitte Februar unterstützten Feuerwehrkräfte die Mitarbeiter des Bauhofs. Durch anhaltenden Frost und Schneefall waren viele Hydranten in Trohe zugefroren. Ein Einsatzteam von fünf Personen befreite diese in drei Stunden von ihrer Last.

Anfang März 2021 wurde eine neue, leistungsstarke Tragkraftspritze in Dienst gestellt. Um die etwas größere Pumpe aufzunehmen, musste das Löschfahrzeug umgebaut werden. Zum Jahresende konnte nach langer Planung und Umbauphase das neue Mannschaftstransportfahrzeug in Betrieb genommen werden. Der Mercedes Vito, Baujahr 2019, löst einen T4 Bus von 1997 ab. Die Mitgliederzahl der Einsatzabteilung ist mit 20 Aktiven, darunter vier Frauen, seit 2018 konstant.

Ganztägige Übung an der Leppermühle

Im Juli hatten sich alle Ortsteil-Feuerwehren an der Leppermühle zu einer ganztägigen Gemeinschaftsübung getroffen. »Das Gebäude sollte abgerissen werden, was uns als Feuerwehr die Möglichkeit gab, dort verschiedene, sehr anspruchsvolle Einsatzszenarien durchzuspielen«, berichtete Lucifero.

Die höchste Beteiligung an Aus- und Fortbildungen erzielte Günther Grimm mit 14 örtlichen Ausbildungen und elf Online-Schulungen, gefolgt von seinem Sohn Sascha Grimm (14 und sechs) sowie Sina Marscheck und Timo Panzer mit jeweils 14 örtlichen und drei Online-Schulungen.

Der Jahresbericht des Vorsitzenden des Vereins der Freiwilligen Feuerwehr Trohe wird wohl als kürzester Bericht in die Vereinsgeschichte eingehen. Wegen Pandemie-bedingter Ausfälle aller üblichen Veranstaltungen und Aktivitäten verwies der Vorsitzende Matthias Köstenbaumer - neben Worten des Dankes - lediglich darauf, dass die anstehenden Ehrungen der langjährigen Mitglieder zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Den Ausführungen von Marco Deibel war zu entnehmen, dass der Verein im Berichtsjahr 2021 die Einsatzabteilung mit 1511 Euro unterstützt hat. Beigeordneter Guido Schemken dankte den Aktiven im Namen der Gemeinde.

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