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600 000 Euro für Strom und Wärme

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Von: Sonja Schwaeppe

Der Busecker Gemeindevorstand soll zur Sicherung der Energieversorgung Aggregate kaufen.

Buseck (son). Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Nachdem sich die Kommunalpolitiker auch in Buseck über Energiesparmaßnahmen detailliert Gedanken gemacht hatten, stand bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung in der Rahberghalle in Oppenrod die Frage im Raum: »Wie gehen wir mit einer akuten Gasmangellage oder einem drohenden Blackout um? Wie kann man die Bevölkerung dann weiterhin mit Strom und Wärme versorgen?« Unter anderem sollen nun Aggregate gekauft werden, doch diese sind momentan schwer zu bekommen. Die Vorlage wurde einstimmig beschlossen.

Es geht darum, in zehn kommunalen Liegenschaften in allen Ortsteilen die Strom- und Wärmeversorgung sicherzustellen. Konkret geht es um die Hallen und Dorfgemeinschaftshäuser, die Feuerwehrgerätehäuser, die Gemeindeverwaltung und den Bürgersaal in der ehemaligen Sparkasse in Beuern.

Mit dem Kauf der Aggregate ist es nicht getan. In den Gebäuden sind auch Umbauten erforderlich. In einigen wird auch ein Wechsel auf Flüssiggas zur Wärmeversorgung angedacht.

Die Gemeindevertreter beschlossen eine außerplanmäßige Auszahlung für die Sicherstellung der Energieversorgung der kritischen Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde Buseck in Höhe von 600 000 Euro. Dies kann finanziert werden, da Gelder im Haushalt für den Straßenbau in der Edekastraße im Gewerbegebiet Großen-Buseck dieses Jahr nicht mehr benötigt werden.

Anders sieht es mit der Beschaffungssituation von Aggregaten und nötigen Umbauten für die Einspeisung an den vorgesehenen Gebäuden aus. Für die aktuelle Kälteperiode geht die Gemeindeverwaltung daher davon aus, dass die vollständige Umsetzung aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht möglich sein wird.

»Das hier ist eine ehrliche Vorlage«, sagte Bürgermeister Michael Ranft (CDU) dazu. Natürlich seien immer noch viele Fragen offen: Was brauchen wir, wie setzen wir es um und was kann man zeitnah realisieren? Dies sei noch nicht für alle geplanten Standorte in der Gemeinde geklärt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Müller meinte: »Wir geben hier einen Rahmen vor, damit die Gemeinde handeln kann. Das haben wir bereits im Ältestenrat so einstimmig beschlossen. Wir sollten hier auch dem Gemeindevorstand das Vertrauen aussprechen.« Natürlich werde die Gemeinde wirtschaftlich und sparsam mit den Geldern umgehen, versicherte Ranft. Die Verwaltung benötige aber für den Fall der Notversorgung freie Hand und Vertrauen.

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