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Änderung der Verkaufspreise nötig

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Von: Sonja Schwaeppe

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Die Hainerde in Buseck ist bei Häuslebauern sehr beliebt. Foto: Schwäppe © Schwäppe

Erschließung und Vermarktung der Baugebiete »Auf der Hainerde« und »Rahberg II« beschäftigen den Busecker Finanzausschuss

Buseck (son). Die gewaltigen Preissteigerungen und damit verbundenen finanziellen Auswirkungen auf die Erschließung und Vermarktung der Baugebiete »Auf der Hainerde« in Großen-Buseck und »Rahberg II« in Oppenrod beschäftigten den Haupt- und Finanzausschuss (HFA) Buseck bei seiner jüngsten Sitzung im Bu- secker Kulturzentrum. So sprach das Gremium über einen weiteren Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag zwischen der Gemeinde Buseck und der IMAXX Projekt-Entwicklungsgesellschaft. Das neue Vertragswerk sieht eine Änderung der Verkaufspreise für die erschlossenen Baugrundstücke inklusive Erdwärmekörben, mit Ausnahme von Geschosswohnbauflächen vor. Auf die Käufer kommen nun Kosten pro Quadratmeter von 223 Euro im zweiten Bauabschnitt »Auf der Hainerde«, sowie 239 Euro pro Quadratmeter beim Baugebiet Oppenrod »Rahberg II« zu. Hinzukommen noch Kosten für die vorverlegten Hausanschlüsse, für welche den Grundstückskäufern je Anschluss 7500 Euro berechnet werden sollen. Im Bereich der Wärmeversorgung sieht der Vertrag für Mehrfamilienhäuser neben den Erdwärmekörben nun eine mögliche Kombination mit einer Hybrid-Wärmepumpe vor. Auch sollen die von der Gemeinde geforderten Lärmschutzmaßnahmen im Bereich »Auf der Hainerde« vertraglich festgehalten und durch das Hinterlegen einer Bürgschaft garantiert werden.

Sicherung eingebaut

»Wir haben eine Sicherung in den Vertrag eingebaut, dass der Investor zur Verlängerung des Lärmschutzes verpflichtet wird, falls die geplante Bebauung mit Mehrfamilien-Eckhäusern, die als Lärmschutzbebauung dienen sollen, nicht innerhalb von fünf Jahren geschieht«, so Bürgermeister Michael Ranft. Die Grundstücke beider Baugebiete sollten vorrangig an bereits gemeldete Bürger der Gemeinde vermarktet werden. Erst in einem zweiten Schritt können auch ortsfremde Bürger ihr Kaufinteresse kundtun. Der Gemeindevorstand soll an der Vergabe aller Bauflächen eingebunden sein. »Sollte die Gemeinde den Nachtrag beschließen, möchte der Investor noch dieses Jahr mit den Bau- und Erschließungsarbeiten beginnen«, sagte Ranft. Nach einigen Nachfragen aus dem Gremium, wie die Vergaberichtlinien für die Grundstücke denn aussehen sollten und wie sich die Kommission, die darüber entscheiden soll, bilden werde, unterbrach Vorsitzender Uwe Kühn die Diskussion. »Das können wir hier im Ausschuss gar nicht entscheiden und das ist auch nicht unser Thema.« Frank Müller (CDU) betonte, dass es der Gemeinde wichtig sei, an der Vergabe der Grundstücke beteiligt zu sein, »damit negative Entwicklungen aus der Vergangenheit vermieden werden.« Willy Jost fand die genannten Vorgaben zu eng gefasst. »Es gibt viele Leute, die in Buseck arbeiten und hierherziehen möchten - werden diese nach diesen Kriterien ausreichend berücksichtigt?« Jost bezweifelte das. Schließlich einigte man sich als Ausschuss darauf, um eine möglichst schnelle Bildung der Vergabekommission zu bitten. Dem Nachtrag stimmten schließlich sechs Mitglieder zu, die drei SPD-Vertreter enthielten sich.

Ein Tagesordnungspunkt betraf die Betriebskommission der Gemeindewerke Buseck. Diese benötigen laut Eigenbetriebssatzung zwei wirtschaftlich und technisch erfahrene Personen. Nachdem seit Juli dieses Jahres eine Stelle vakant ist, soll ein geeigneter Bewerber nachgewählt werden. Dem HFA stellte sich mit Daniel Astor ein Interessent für diesen Posten vor. Der 42-Jährige ist Abwassermeister bei den Mittelhessischen Wasserbetrieben. Das Gremium empfahl ihn mit acht Ja-Stimmen und einer Enthaltung zur Wahl.

Neue Planungen

Um Kosten zu sparen, wurden für den geplanten Kunstrasenplatz in Beuern neue, kostenreduzierte Planungen vorgelegt. Variante 1 geht von einem Spielfeld mit der Größe 100x65 Metern aus, mit Aufkantung, Behindertenrampe und Zuschauerfläche innerhalb der Zaunanlage. Hier schlagen Kosten von rund 1,48 Millionen Euro zu Buche. Die zweite Variante sieht ein verkleinertes Spielfeld von 96x65 Metern vor, mit Aufkantung, Rampe und ohne Zuschauerfläche innerhalb der Zaunanlage. Diese Variante wird mit rund 1,44 Millionen Euro veranschlagt. Beide Varianten wurden von der Vereinsgemeinschaft und dem Ortsbeirat Beuern bereits als ungünstig eingestuft. Der Ortsbeirat hatte daher einen eigenen Vorschlag eingebracht, der sich an der ursprünglichen Planung mit einem Spielfeld von 105x56 Metern ohne Aufkantung orientiert. Dabei werde auf eine Laufbahn und eine Sprunggrube verzichtet, was letztlich Kosten von 1,6 Millionen Euro bedeute und damit wieder näher an dem ursprünglichen Kostenrahmen von 1,68 Millionen Euro liegt. »Die Kosteneinsparung ist hier so gering, dann können wir auch die Sprunggrube und die Laufbahn bauen - machen wir es nicht, werde diese wahrscheinlich nie gebaut.« Eine dementsprechende Änderung lehnte das Gremium aber mehrheitlich ab. Dem Vorschlag der Ortsbeirats-Variante wurde schließlich mit sieben Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zugestimmt.

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