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Barrierefrei, aber unübersichtlich

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Buseck (red). Bei zwei Ortsterminen am neu gestalteten Bahnhaltepunkt Großen-Buseck und im Großen-Busecker Gewerbegebiet Ost widmete sich die Initiative »Verkehrswende in Buseck« der Vogelsbergbahn.

Am Bahnhof erläuterte der ehemalige Ortsvorsteher Erich Hof alte und neue Probleme. Zwar sei nach Errichtung der neuen Außen-Bahnsteige mit Hauptzugang vom Bahnübergang Mollbornsweg das Ziel barrierefreier Zugang zu den Gleisen erreicht, aber damit seien neue Probleme entstanden. Entgegen der Zusage, jedes Gleis, wie zum Beispiel in Reiskirchen, einer Fahrtrichtung zuzuordnen, sei die Situation nun unübersichtlich. So seien häufig am falschen Gleis wartende Bahnkunden zu beobachten, die nach Schließung der Schranke jetzt nicht mehr den Zug erreichen könnten und deshalb »noch schnell« über die Gleise sprängen.

Dass dies lebensgefährlich sei, hätten die zwei Toten am Bahnhof Großen-Linden leider bewiesen. Die versprochene Gleiszuordnung müsse schnellstens eingeführt und durchgängig eingehalten werden.

Ein zweites Problem sei die Verknüpfung zwischen Bahn und Buslinie GI-25. Durch die Verlegung des Bahnhaltepunkts sei die bisherige Bus-Haltestelle in der Bahnhofstraße jetzt 420 Meter vom neuen Bahnsteig 2 entfernt. Bislang waren es 70 Meter. Es sei also dringend erforderlich, die Bushaltestelle näher an den Bahnübergang Mollbornsweg zu verlegen. Danach radelten die Teilnehmer ins Großen-Busecker Gewerbegebiet.

Hier haben Hunderte Menschen ihren Arbeitsplatz, zahlreiche Personen steuern die Geschäfte, Büros und Arztpraxen an und in der benachbarten Leppermühle leben und lernen viele Kinder und Jugendliche.

Dennoch sei dieser Ortsteil nur mit einer Schulbuslinie dürftig an den ÖPNV angeschlossen. Hier sei eine Haltestelle der Vogelsbergbahn einzurichten, was auch schon von Gemeindevertretung und Ortsbeirat Großen-Buseck seit 1986 viermal gefordert worden sei.

Die Verkehrswende-Aktiven beschlossen, diese Initiative zu unterstützen. Deshalb verteilten sie bei dem Ortstermin Anschreiben an Firmen und die Leppermühle. Die Resonanz sei überaus positiv gewesen. Etliche Rückmeldungen hätten einhellig dieses Vorhaben begrüßt.

Derzeit wird geprüft, ob der diesjährige 4. Busecker Verkehrswendetag im September diese Thematik aufgreifen soll.

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