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Botschaft unterhaltsam vermittelt

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Gerlis Zillgens © Siglinde Wagner

Buseck (sil). Gerlis Zillgens stellte jetzt in der Bibliothek der IGS Busecker Tal mit »Anna und Anto« eine turbulent-lustige Körpertauschgeschichte vor. Darin geht es um Klischees, Geschlechterrollen, Toleranz und ein mächtiges Gefühlschaos bei den 14-jährigen Zwillingen. Streit ist an der Tagesordnung. Anna ist heimlich in Antos besten Freund Maxim verliebt, ihr Bruder von einem Klassenprojekt total genervt.

Mit Maxim soll er sich fünf Tage lang um eine Babysimulations-Puppe kümmern.

Diese Passage stellt die Autorin mit einer Puppe auf der Leinwand und Geschrei aus dem Laptop sehr anschaulich dar. Was könnte dem Baby fehlen? Darüber sollten sich die IGS-Schüler eigene Gedanken machen.

Als schließlich Anna und Anto auf geheimnisvolle Weise ihre Körper tauschen, wird ihr Leben ziemlich kompliziert. Gemeinsam schaffen sie es, ihr Umfeld und sogar die Eltern zu täuschen. Dabei lernen sie einander viel besser kennen und verstehen.

Die Lesung im Rahmen des Buchprojektes der Sechstklässler kam außerordentlich gut an, dies auch aufgrund der schauspielerischen Ausbildung der Autorin. Folglich gab es reichlich Beifall und der Wunsch zum Signieren, notfalls auf die Hand.

»Anna und Anto« - warum hat sie dem gebräuchlichen Namen Anton das »n" genommen? »Den Namen Anto gibt es wirklich. Ich finde ihn schöner und er harmoniert klanglich besser mit Anna«, erklärte Zillgens.

Auf die weitere Nachfrage, wie es ihr in der Pandemie ergangen ist, erzählt sie: »Lesungen vor Publikum, das eine Maske trägt, mit einem Feedback nur über die Augen, sind einfach furchtbar. Zudem sind die geäußerten Fragen unverständlich. Die einmalige Erfahrung, als ich selbst beim Lesen eine Maske tragen musste, hat mir gereicht. Das geht gar nicht«. Ihr Buch »Anna und Anto« kam kurz vor dem ersten Lockdown heraus. Neuerscheinungen hatten es in der Pandemie schwer. Da aber allgemein mehr gelesen wurde, lief der Verkauf der älteren und schon bekannten Bücher besser. Dennoch war die Autorin für die finanzielle Unterstützung durch den Bund und das Land (NRW) sehr dankbar, schließlich fielen Lesungen und die Honorare dafür in Lockdown-Zeiten ganz aus.

Foto: Wagner

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