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Busecker Solidargemeinschaft seit 25 Jahren

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Vor 25 Jahren entstand der Verein, um das Hallenbad zu retten. Archivfoto: Weißenborn © Red

Seit 25 Jahren gibt es den Busecker Hallenbadverein. Aktuell fürchtet sich der Vorstand vor den steigenden Energiekosten.

Buseck (red). Zum 25-jährigen Bestehen blickt der Vorstand des Hallenbadvereines Busecker Tal auf eine gut funktionierende Solidargemeinschaft. Vorsitzender Wolfgang Dörr dankte bei der Hauptversammlung allen Mitgliedern für die Solidarität, dem Personal für den Einsatz und den Vorstandsmitgliedern für die kollegiale Zusammenarbeit, insbesondere vor dem Hintergrund des nunmehr dritten Krisenjahres.

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und der aktuellen Energiekrise sind die Mitgliederzahlen stabil. Aktuell zählt der Verein 3845 Mitglieder.

Wegen möglicher Einschränkungen durch Corona-Maßnahmen für Innenräume hat sich der Vorstand schweren Herzens gegen ein »25-Stunden-Schwimmen« zum Jubiläum ausgesprochen.

Inzwischen sind die Renovierungsarbeiten in der Sauna bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen, das hierfür vorgesehene Budget wurde eingehalten.

Nach wie vor herrscht großes Interesse an den Kursangeboten, die besonders große Nachfrage nach Schwimmkursen für die Kleinsten wurde durch einen externen Schwimmmeister teilweise aufgefangen.

Zum Freibad konnte Vorsitzender Dörr auch diesmal nichts Neues berichten, da weiterhin kein Betreibervertrag vorliegt. Er machte erneut deutlich, dass »die Betriebsübernahme des Freibades nicht zulasten des Hallenbadvereines gehen darf und dass es dadurch keine Beitragserhöhung geben soll«.

Nach der zeitlich befristeten Beitragssenkung für 2022 zahlen Einzelmitglieder ab 1. Januar 2023 wieder 90 Euro, für Familien sind es 180 Euro.

Schatzmeister Oliver Stephan berichtete von der sehr soliden finanziellen Situation des Vereins. Die Planungen für 2022 und 2023 seien entscheidend geprägt durch die stark gestiegenen Energiekosten. Da noch keine neuen Strom- und Wärmeverträge vorliegen, bezeichnete der Schatzmeister die Planzahlen für die Energiekosten als »Blick in die Glaskugel«. Insofern ist künftig mit Betriebsverlusten zu rechnen.

Erste Maßnahmen zur Energieeinsparung hatte der Vorstand vor den Sommerferien mit der Abschaffung der Warmbadetage und der Absenkung der Duschwassertemperatur eingeleitet. Bedauert wurde, dass nichts über Planungen des Landkreises zu Fotovoltaik- oder Solarthermieanlagen auf dem Hallenbad- oder Sporthallendach bekannt sei, um möglicherweise das Hallenbad zu versorgen.

Der stellvertretende Vorsitzende Florian Borde wies darauf hin, dass sich die Aufgaben des Vorstandes in Umfang, Komplexität und Intensität deutlich verändert hätten und dass die Organisationsprozesse überdacht werden müssten. Ob dies in Zukunft ehrenamtlich zu leisten sei, müsse man abwarten. Er nannte als Beispiele arbeitsrechtliche Vorgänge und geschäftspolitische Entscheidungen.

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