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Busecker SPD-Vorsitzender hört nach 22 Jahren auf

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Von: Sonja Schwaeppe

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Norbert Weigelt Foto: Schwaeppe © Schwaeppe

22 Jahre war Norbert Weigelt Vorsitzender der Busecker SPD. Jetzt hört er auf. Zur Nachfolge wurde eine Doppelspitze gewählt.

Buseck (son). In seiner Funktion als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Buseck stand Norbert Weigelt das letzte Mal am Rednerpult. Nach 22 Jahren gab er das Amt in jüngere Hände. »Ich habe die Arbeit stets gerne gemacht, ich war ein Überzeugungstäter - mir ging es immer um die Sache«, betonte der 70-Jährige, der sich bei den Busecker Genossen für das langjährige Vertrauen bedankte. Zu seinen Nachfolgern wurden Anne Weigelt und Marcus Grabow gewählt.

Weigelt blickte in seinem letzten Bericht auf ein »sehr intensives Jahr« zurück, das auch bei ihm »Spuren hinterlassen hat«. Zur Arbeit im Gemeindeparlament verwies er darauf, dass es durch die Mehrheit von Freien Wählern und CDU ist es nicht leichter geworden sei, SPD-Forderungen durchzusetzen. Die SPD werde sich aber weiterhin konstruktiv und kritisch dafür einsetzen, das Optimale für die Menschen in Buseck zu erreichen.

Kassiererin Petra Menz vermeldete in ihrem Bericht hohe Ausgaben durch Wahlkämpfe und ein daraus resultierendes Minus. Allerdings habe der Verein genügend Rücklagen gebildet und auch ein gutes Polster für die kommenden Aufgaben angelegt, sagte sie. Der Mitgliederstand liegt aktuell bei 156. Petra Menz kündigte an, sich letztmalig als Kassiererin zur Verfügung zu stellen.

Auf Weigelts Verdienste ging Roland Kauer in seiner umfassenden Laudatio ein. »Unter Norberts Führung sind die fünf sehr unterschiedlichen Ortsbezirke zu einer echten SPD Buseck zusammengewachsen«, sagte er. Ein Zeichen dafür sei auch, dass die Busecker Sozialdemokraten wieder den mitgliederstärksten Ortsverein im Unterbezirk Gießen stellen. Weigelt habe auch dafür gesorgt, dass die SPD im mehrheitlich eher bürgerlich-konservativen Buseck gesehen und wahrgenommen wurden. »Das hat er auch mit seinen beiden Bürgermeisterkandidaturen gezeigt.« Auch wenn er diese verlor, »hat er Wege eröffnet« - für Wahlerfolge beim Gemeindeparlament, die Ortsbeiräte und den Sieg von Dirk Haas bei der Bürgermeisterwahl 2015.

Weigelt habe auch immer wieder Politprominenz ins beschauliche Buseck locken können. Beispielhaft nannte Kauer den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn, sden früheren SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel oder die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer.

Der Kontakt zu den Vereinsmitgliedern sei dem Beuerner immer wichtig gewesen. »Er hat das inzwischen kreisweit bekannte SPD-Sommerfest auf dem Anger aus der Taufe gehoben und kocht bis zu 70 Portionen Paella jedes Jahr.« Politisch bleibe Norbert Weigelt auch nach Abgabe des Parteivorsitzes aktiv. So ist er wieder Fraktionsvorsitzender der SPD in der Gemeindevertretung, nachdem er sehr gewissenhaft und geachtet das Amt des Vorsitzenden der Gemeindevertretung ausgeübt habe. Der 70-Jährige engagiert sich im Ortsbeirat Beuern und im Kreistag, ist Jugendbeauftragter der Gemeinde und als ehrenamtlicher Richter aktiv. »Du bist zwar nicht mehr unser Vorsitzender, aber du bleibst uns in vielen Funktionen erhalten. Bleibe privat, politisch und vor allem als Mensch so wie du bist«, schloss Kauer unter Applaus der Versammlung.

Vorsitzende: Anne Weigelt

und Marcus Grabow

Stellvertreter: Gerhard Hackel, Roland Kauer

und Christopher Saal

Kassiererin: Petra Menz

Stellvertreterin: Marlies Scheld

Schriftführer: Erich Hof

Vertreter: Julian Körbl

Beisitzer: Dirk Haas, Carlos DaSilva, Nele Leimbach, Benjamin Schäfer, Simon Abresch, Günter Kimmel, Angelika Wagner, Kornelia Steller-Naß

und Heinz Buschmann

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