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Da hilft auch keinen Sonnenlied

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Meike Deibel mit den Back 2 the 80s. Foto: Wagner © Wagner

Regen und Sturm kürzen den Auftritt von Back 2 the 80’s anlässlich der Veranstaltungsreihe »Musik im ›Park« in Buseck ab.

Buseck (sil). Voller Optimismus begann die Band »Back 2 the 80s« mit »Here comes the sun«. Immerhin war es der Auftakt der Veranstaltungsreihe »Musik im Park«. Schließlich sollte ja das Strandprogramm zelebriert werden; wenn schon ohne Strand und Sand, dann doch bitteschön mit Sonne.

Derweil zogen dunkle Wolken auf, es donnerte, der Wind wurde zunehmend stärker. Doch Dennys Sawellion, Stefan Ackermann, Roger Haberditzl und Ralf Enzman legten mit »Sunny« und »Hotel California« noch zwei Titel nach. Dazwischen sprach Bürgermeister Michael Ranft (CDU) ein extra kurz gefasstes Grußwort. Schnell noch ein Pressefoto mit Meike Deibel, ein letzter Song - und dann war Schluss. Begleitet von heftigem Regen und Sturm flüchteten die Gäste in ihre Autos oder ins Kulturzentrum. Die angekündigte Unwetterwarnung hatte rund 80 Besucher nicht vom Konzertbesuch abhalten können. Das spricht für die Musiker und für die Veranstaltungsreihe, die noch bis zum 22. September fortgesetzt wird.

Bereits im August 2003 war in dieser Zeitung von einem gelungenen Auftakt der »Musik im Schlosspark« zu lesen. Die Bevölkerung habe auf eine derartige Veranstaltung geradezu gewartet, das Atrium eigne sich hervorragend dafür und sei bisher viel zu wenig genutzt worden, hieß es damals. Initiator und Moderator war Friedhelm Leblanc. Alle Mitwirkenden, darunter die Busecker Volksmusikanten, das Drehorgel-Duo Rita und Rolf Mattern und die Volkstanzgruppe aus Annerod, wollten bei einer Wiederholung dabei sein. Einzig fehlte jemand, der das Heft in die Hand nimmt. Der ehemalige Bürgermeister Dirk Haas hat das Potenzial erkannt und genutzt. Erst wenige Monate im Amt, brachte er die beliebte Musikreihe vor sieben Jahren ins Rollen. »Musik aus der Region - umsonst und draußen« wurde ein Selbstläufer. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Veranstaltungstechniker konnte Haas auf ein großes Netzwerk bauen. Kamen anfangs die Interpreten meist aus der Großgemeinde, so baten bald auch auswärtige Musiker um eine Auftrittsmöglichkeit. Sie hatten über die Tageszeitungen von »Musik im Park« erfahren, und sich vorab bei Konzerten ein Bild davon gemacht.

Meike Deibel ist neben den üblichen Arbeiten, die im Vorzimmer eines Bürgermeisters anfallen, auch für die Abstimmung der Termine mit den Künstlern zuständig. So wurde aus der Sekretärin ein Stück weit eine Eventmanagerin. Ihr macht es Spaß. Gerne kommt sie donnerstags nach Dienstschluss auf ein Feierabendbier mit Kollegen herüber zum Atrium.

In den Pandemie-Jahren war der Ansturm besonders groß. Für viele Musiker bot der Schlosspark die einzige Auftrittsmöglichkeit. »Da war die geringe Aufwandsentschädigung überhaupt kein Thema mehr. Alle waren einfach nur froh, überhaupt spielen zu können«, erzählt Deibel. Rund um die Ausstellungen von Fotos und Gemälden im Schloss ist Deibel ebenfalls die richtige Ansprechpartnerin für interessierte Künstler.

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