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»Dafür sind wir gewappnet«

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Ehrungen und Beförderungen mit Bürgermeister Michael Ranft und Gemeindebrandinspektor Torsten Hansmann. © Wagner

Die Einsatzkräfte der Freiwlligen Feuerwehr Beuern waren auffallend häufig bei größeren Bränden und Katastrophen orts- und sogar landesübergreifend als Helfer gefragt.

Buseck (sil). Bei der Freiwilligen Feuerwehr Beuern wurde bereits im August 2020 ein Wechsel an der Spitze der Einsatzabteilung vollzogen. Neuer Wehrführer ist nun Daniel Mayer, sein Stellvertreter Martin Krause. Dem seitherigem Wehrführer Klaus Becker (2018 bis 2020 - zuvor stellvertretender Wehrführer von 2013 bis 2018) wurde für sein Engagement gedankt. Bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus standen pandemiebedingt zwei Berichtsjahre auf der Tagesordnung.

25 Aktive

Nach 34 Einsätzen im Jahr 2020 rückten die Beuerner im Vorjahr zu 46 Einsätzen aus. Dabei ging es um 29 Brände und 17 Hilfeleistungen. Wie Wehrführer Mayer in einer gut aufbereiteten Power-Point-Präsentation aufzeigte, waren die Einsatzkräfte auffallend häufig bei größeren Bränden und Katastrophen orts- und sogar landesübergreifend als Helfer gefragt. Beispielhaft zu nennen sind hier die abgebrannte Dolzianer-Hütte in Großen-Buseck, ein Waldbrand in Fernwald und ein Wohnhausbrand in Linden. Der Einsatz in Nordrhein-Westfalen ging an die Nieren: »Es tat weh, zu sehen, wie im Ahrtal aufgrund der Hochwasserkatastrophe ganze Existenzen zerstört wurden«, sagte Mayer.

Zu einer Hilfeleistung der besonderen Art ging es ins örtliche Wochenendgebiet. Hier ist ein junger Bullterrier etwa sechs Meter in ein Abwasserrohr gekrochen und kam nicht mehr heraus. Hund und Herrchen konnten glücklich gemacht werden, indem die Feuerwehr mit etwas Wasser nachhalf. Die Einsatzabteilung zählte zum Jahresende 25 Aktive (davon zwei Frauen). Beim Neuzugang von drei Einsatzkräften kamen zwei aus der Jugendfeuerwehr.

Über die Jugendfeuerwehr berichtete der stellvertretende Wehrführer und bis zum Samstag auch kommissarische Jugendfeuerwehrwart Martin Krause. »2020 hatten wir acht Jugendliche im Alter von fünfzehn bis siebzehn Jahren. Zwei wechselten in die Einsatzabteilung, drei zogen von Beuern weg, zwei verfolgten andere Interessen. Somit blieb nur noch ein Jugendlicher übrig. Was nun?«

Zusammenschluss

Um eine vernünftige Übungs- und Unterrichtsgestaltung umzusetzen, hat man sich mit der Jugendfeuerwehr in Trohe zusammengetan. Nachdem ein Zehnjähriger den Weg in die Jugendfeuerwehr fand, zogen noch vier Freunde nach. Jetzt sind es sechs Mitglieder, und das Durchschnittsalter wurde mal eben um etwa fünf Jahre gesenkt. Anschließend wurde Svenja Koch von der Einsatzabteilung einstimmig zur neuen Jugendfeuerwehrwartin gewählt. Vor ihrem Wohnortwechsel war sie in Alten-Buseck aktiv.

Bürgermeister Michael Ranft betonte: »Ohne die Freiwilligen Feuerwehren hätten die Gemeinden ein Riesen-Problem.« Es sei wichtig und unterstützenswert, die Strukturen zu erhalten.

Gemeindebrandinspektor Torsten Hansmann lobte die Wehr für ihre überörtlichen und überregionalen Einsätze, die alle »tadellos gemeistert« wurden. »Dafür sind wir ausgerüstet, dafür sind wir gewappnet.«

Danach nahmen Bürgermeister Ranft und GBI Hansmann die Beförderungen vor. Zu Feuerwehrfrauen ernannt wurden Svenja Koch und Clara Schmitt, zu Feuerwehrmännern Maximilian Adams, Patrik Lohrey und Julian Stange. Ulrich Kopietz, Robin Mayer und Christoph Wilhelm sind in den Dienstgrad eines Löschmeisters aufgestiegen.

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