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Das Ziel bleibt bis kurz vor der Abfahrt unbekannt

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Lehrer Sebastian Sonneborn (2. v. r.) mit einigen Schülern beim Packen der Kartons für den Transport an die ukrainische Grenze. © Wagner

Lehrer Sebastian Sonneborn von der IGS Busecker Tal hat eine Hilfsaktion gestartet, besitzt den Lkw-Führerscheins und wird noch diese Woche zum Transport an die ukrainische Grenze aufbrechen.

Buseck (sil). Vermutlich wird es nur wenige Lehrer mit Lkw-Führerschein geben. Sebastian Sonneborn von der IGS Busecker Tal ist einer davon. Noch in dieser Woche wird er gemeinsam mit seinem Freund Alexander Müller zu einem Hilfstransport an die ukrainische Grenze aufbrechen.

Wohin genau? »Das werden wir erst kurz vor Abfahrt erfahren. Sabrina Erletz vom gleichnamigen Busunternehmen unterhält direkte Kontakte zu Hilfsorganisationen in den Grenzländern. Über das Ziel wird tagesaktuell entschieden. Wir fahren dorthin, wo die Hilfsgüter am dringendsten benötigt werden«, berichtet Sonneborn.

Die Spedition Müller (Mainzlar) stellt den Lkw. Deren Inhaber ist Alexander Müller. Er informierte Sonneborn über die dortige Hilfsaktion und fragte gleichzeitig: »Kannst du mich begleiten, dann können wir uns am Steuer abwechseln?« Sonneborn hatte schon während seines Studiums für die Spedition Müller als Aushilfsfahrer gearbeitet.

Das Gespräch mit IGS-Schulleiter Dieter Maier bezüglich der Genehmigung einer zweitägigen Befreiung vom Schuldienst brachte schließlich den Stein ins Rollen für die noch bis Mittwoch (16. März, 15 Uhr) laufende Sammelaktion für Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medizinprodukte. Die Schüler sind total engagiert, opfern ihre Freizeit und helfen vor und nach dem regulären Unterricht beim Entgegennehmen und Sortieren der Spenden.

Mitglieder der Schülervertretung hatten die einzelnen Klassen über die Aktion informiert und Plakate zur Verteilung im Einzugsbereich der IGS ausgehändigt. Im größeren Raum des Gebäudes neben dem Haupteingang der Sporthalle stapelten sich am Montagvormittag schon zahlreiche fertig gepackte Kartons. Die Kartons wurden von Bofrost zur Verfügung gestellt. Im kleineren Raum daneben werden die Hilfsgüter sortiert und gepackt.

Die Betroffenheit ist groß. Lehrer und Schüler der Integrierten Gesamtschule positionieren sich deutlich gegen den Krieg. Mit der Formation eines Peace-Zeichens hat die Schulgemeinde am Freitag ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet. Die aus dem Kollegium initiierte Aktion wurde von Lehrer Nils Welter mit einer Drohne aufgenommen und kann auf der Homepage der Schule angesehen werden.

Telefonisch und per Mail bedankten sich einige Eltern bei Schulleiter Maier für das Engagement zugunsten der Ukraine.

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