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Erdwärme für Baugebiete

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Für das Oppenröder Neubaugebiet »Rahberg II« und das Großen-Busecker Gebiet »Hainerde« legte die Busecker Gemeindevertretung unter anderem die Quadratmeterpreise neu fest.

Buseck (kag). Die Häuser im Oppenröder Neubaugebiet »Rahberg II« und im zweiten Abschnitt des Großen-Busecker Gebiets »Hainerde« werden mithilfe von Erdwärmekörben beheizt. Dies beschloss die Busecker Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung mit 22 Ja-, neun Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Außerdem wurden die Verkaufspreise festgelegt.

Ursprünglich sollte die »Hainerde« mit Gas versorgt werden und der Grundstückspreis lag bei 189 Euro je Quadratmeter. Diesen Beschluss des Gemeindevorstandes hob das Parlament auf. Der neue Quadratmeterpreis beträgt 223 Euro. Für Oppenrod wurde ein Preis von 209 Euro je Quadratmeter neu festgelegt. Während die Imaxx Projektentwicklungsgesellschaft als Investorin die Grundstücke für Einfamilienhäuser unter Beteiligung der Gemeinde vermarktet, sollen die Flächen für Mehrfamilienhäuser in beiden Baugebieten im Bieterverfahren ausgeschrieben werden.

Imaxx wollte für die »Hainerde« zunächst eine zentrale Pellets-Anlage anstelle eines angedachten Blockheizkraftwerks. Dies lehnte der Gemeindevorstand ab. Daraufhin wurden die Erdwärmekörbe für beide Gebiete vorgeschlagen.

Diese werden in zwei bis vier Metern eingebaut und ziehen nach Angaben des Herstellers die benötigte Wärmeenergie auch aus tiefer liegenden, wärmeren Erdschichten. Das System funktioniere auch im Sommer zur Kühlung. Imaxx lässt die Erdwärmekörbe auf den Grundstücken einbauen und legt die Kosten und auch die Preissteigerungen auf den Baulandpreis um.

Roland Kauer (SPD) hielt das Wärmeversorgungskonzept mit den Erdwärmekörben für überzeugend und nachvollziehbar. Es sei aber für die Grundstückskäufer mit erheblichen Nachteilen behaftet. So wolle es der Investors für alle verbindlich haben, und alle sollten dafür mehr bezahlen, egal, ob sie das System nutzen oder nicht. Zudem gebe es Einschränkungen für die Nutzung der Grundstücke. Oberhalb der Wärmekörbe seien keine Bäume, kein Gartenhäuschen, kein Trampolin und kein Pool erlaubt. Zusätzlich werde eine Wärmepumpe benötigt.

Für Kauer waren das Gründe, nach Alternativen zu suchen. Mit geringem Aufwand könne man in Buseck ein bestehendes Blockheizwerk nutzen kann, wenn man dieses zur Abdeckung der Spitzen mit einer Pellet-Heizung aufrüsten würde. Dazu stellte die SPD einen Änderungsantrag, der aber mehrheitlich abgelehnt wurde. Bei der Schlussabstimmung gab es die anfangs beschriebene Mehrheit für die Beschlussvorlage des Gemeindevorstandes.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt billigten die Gemeindevertreter den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Buseck einstimmig. Dieser muss alle zehn Jahre fortgeschrieben werden und setzt sich mit dem Gefährdungspotential, den geleisteten Einsätzen, der Personalentwicklung, der Technik sowie den Ausrück- und Anfahrtzeiten im Einsatzfall auseinander.

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