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Erstes Treffen der neuen Bürgermeister

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Die Bäumchen haben jeweils ihren eigenen Schutz vor Wildverbiss erhalten. © Hildebrand

Freundinnen und Freunde aus der Partnergemeinde, der Marktgemeinde Molln in Oberösterreich, besuchten ein Wochenende lang Buseck.

Buseck (red). Freundinnen und Freunde aus der Partnergemeinde, der Marktgemeinde Molln in Oberösterreich, besuchten ein Wochenende lang Buseck. In ihrer Mitte der neue Bürgermeister von Molln, Andreas Rußmann, mit Gattin Angela sowie die Fraktionsvorsitzende der SPÖ, Erika Herzog. Auch Eleonore Kores, Seniorwirtin des Berggasthofes »Kores-Windhager« in Molln, war unter den Gästen.

Die Vizebürgermeisterin von Molln, Ulli Brunner, konnte die Reise, wie zwei weitere Mollner Freunde, Corona-bedingt leider nicht antreten.

Anlässlich eines Partnerschaftsabends am Freitag kam es, neben Begegnungen mit Vertretern des Partnerschaftsvereines sowie Busecker Bürgerinnen und Bürgern, zur ersten Begegnung des Mollner Bürgermeisters Andreas Rußmann mit Busecks neuem Bürgermeister Michael Ranft.

Beide, diesen Eindruck konnte man gewinnen, haben sich sehr gut verstanden.

Am Samstag fand ein weiterer Partnerschaftsabend statt, an dem von Busecker Seite auch politische Vertreter aller Fraktionen und Funktionen teilgenommen haben. Auch hier lebten die Erinnerungen auf.

Am Samstag wurde eine Ortsrundfahrt durch alle Busecker Ortsteile unternommen und den Mollner Gästen die Gemeinde nähergebracht, wobei die Besichtigung der ehemaligen Synagoge in Großen-Buseck besonders zu erwähnen ist.

Mit schönen Erlebnissen im Gepäck traten die Mollner Freunde am Sonntag nach dem Frühstück die Heimreise an.

Der Partnerschaftsverein plant für dieses Jahr in der Zeit vom 23. bis 25. September den Besuch des »Festes der Volkskultur« von Oberösterreich, das in Molln stattfindet. Zu dieser Reise wird die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert.

Buseck (zye). Blühwiesen, die durch Bürger für den Klimaschutz gepflanzt werden, sind ein vertrautes Bild geworden. Dass ein ähnliches Konzept auch mit Bäumen und Wald funktioniert, zeigte nun erneut die Gemeinde Buseck. »Wir lassen den Wald wieder wachsen«, lautet das nachhaltige Pilotprojekt der Kommune. Erste Baumpflanzungen gab es bereits im vergangenen Jahr. Wiederholt wurde das nun nördlich im Wald bei Beuern.

»Ungefähr 160 Eichen-Jungpflanzen wurden dabei jetzt schon gepflanzt«, berichtete Busecks Klimaschutzmanagerin Larissa Hildebrand nach der fast drei Stunden anhaltenden Pflanzaktion. Die einzelnen Bäumchen haben dabei jeweils ihren eigenen Schutz vor Wildverbiss auf der nicht umzäunten Waldfläche erhalten. Bis die Mini-Eichen allerdings an ihrem Bestimmungsort im Beuerner Wald ausgesetzt werden konnten, war noch etwas Geduld gefragt. In gebrauchten TetraPaks, die damit nachhaltig eine zweite Verwendung fanden, wurden die Pflanzen aus selbstgesammelten Eicheln der Teilnehmer großgezogen. Bis die Baumsetzlinge im Wald überlebensfähig waren, verging immerhin ein gutes halbes Jahr Hege und Pflege. Da war die Spannung natürlich groß, als die Beuerner Pfadfinder, weitere freiwillige Helfer, dem Projektteam und Försterin Rita Kotschenreuther sowie Förster Jacob Thomaka von HessenForst, den Baumnachwuchs seiner klimaverbessernden Bestimmung zuführten. Als Waldpädagogin hatte Kotschenreuther auch eine Einführung zum Baumpflanzen im Gepäck. Neben der Tatsache, einen für das Klima wichtigen Wald zu erweitern, gab es auch einen weiteren praktischen Hintergrund für die Aktion. Es ging darum, die ehemalige Monokulturfläche, auf der vorher nur Buchen wuchsen, zu ergänzen. »Die Buchen hier konnten der Trockenheit der letzten Sommer nicht mehr standhalten«, erläuterte Hildebrand. Ein Mischwald soll nun zusammen mit den neuen Eichen entstehen. Der käme besser mit Trockenstress zurecht.

Reiskirchen (red). »Die jährliche Brut- und Setzzeit hat inzwischen begonnen. Unsere heimische Tierwelt kann nur mit unser aller Rücksichtnahme geschützt werden. Bleiben Sie beim Spazierengehen und insbesondere beim Hundegassigehen auf den Wegen und führen Sie Hunde immer an der Leine«, so Bürgermeister Dietmar Kromm in einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung.

Ruhe nötig

Immer wieder komme es vor, dass Spaziergänger nicht auf den Wegen blieben, sondern über Wiesen oder sogar Äcker liefen, so Kromm weiter. Oft hätten sie ihre Hunde nicht angeleint und ließen diese unbeaufsichtigt laufen, so dass es immer wieder dazu komme, dass Gelege von Bodenbrütern zertreten, oder Wildtiere mit ihrem Nachwuchs aufgeschreckt oder gar gehetzt würden.

Besonders jetzt in der Brut- und Setzzeit benötigten Wildtiere Ruhe, um nach dem Winter ausreichend Nahrung aufzunehmen oder ihre Jungen ungestört großziehen zu können. »Alle vorgenommenen Hegemaßnahmen, wie die Anlage von Blühflächen, die Pflege von Hecken und Feldgehölzen oder auch Zufütterungen werden zunichte gemacht«, äußern sich auch die Wildhüter besorgt. In Hessen sei die Brut- und Setzzeit an keinen festen Termin gebunden. Deshalb gelte es umso mehr, generell sensibilisiert zu sein.

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Erika Herzog, Andreas Rußmann, Erhard Reinl, und Michael Ranft (v.r.) nutzten die gmeinsame Zeit. © Otto Bachmayr

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