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Gasthof Gesicht gegeben

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Gisela Müller © Siglinde Wagner

Buseck (sil). Wie eh und je steht Gisela Müller wie aus dem Ei gepellt im Landgasthof Alte Schmiede und begrüßt freundlich ihre Gäste. Nun aber nicht nur als Senior-Wirtin, sondern ganz privat aus Anlass ihres 85. Geburtstags. Den feiert sie heute im Familien- und Bekanntenkreis.

Die Jubilarin kam 1956 von Ehringshausen (bei Alsfeld) nach Großen-Buseck. Hier hatten ihre Eltern Frieda und Hugo Seifert das Schützenhaus am ehemaligen Sportplatz gepachtet. Gut ein Jahr später verstarb der Vater und die damals erst 20-jährige Gisela musste das Schützenhaus mit ihrer Mutter allein bewirtschaften.

Im Juli 1959 trat sie mit Ewald Müller vor den Traualtar. Auf dem Grundstück seines Elternhauses bei der Brücke, die am Anfang der Zeilstraße über das Flüsschen Wieseck führt, begannen die Eheleute Müller mit dem Bau eines Zweifamilienhauses.

Noch während der Bauzeit wurde kurzerhand der Entschluss gefasst, in der unteren Etage eine Gaststätte einzurichten.

Damit war der Landgasthof Alte Schmiede aus der Taufe gehoben. 1967 wurde Eröffnung gefeiert. Die Eheleute bekamen drei Töchter: Evelyn, Sabine und Nicole. Nachdem Ewald Müller 1990 verstarb, führte die älteste Tochter Evelyn fortan gemeinsam mit ihrer Mutter das Traditionshaus, das ihr anlässlich des 40-Jährigen im Januar 2007 offiziell übertragen wurde.

Bis vor wenigen Jahren ging die Jubilarin gerne auf Reisen. Häufig schloss sie sich Ortsvereinen an. 36 Jahre lang schreibt sie schon Tagebuch. Beim Blättern darin und in ihren 109 Fotoalben kommen viele schöne Erinnerungen bei ihr auf. Ihre positive Ausstrahlung hat sie trotz gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht verloren. Foto: Wagner

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