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Gelungene Premiere

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Zur Musik des »Fidelen Owwerhess« Jochen Rudolph wurde auch ein Tänzchen gewagt. Foto: Wagner © Wagner

Buseck (sil). Die Idee, auch in Beuern einen regelmäßigen Seniorentreff einzuführen, entstand, nachdem die Gemeinde die alte Sparkasse gekauft hatte und ausbauen ließ. Ein Bürgersaal, barrierefrei, geradezu ideal für ein solches Vorhaben. Norbert Weigelt, Rita Mattern und Marlies Scheld nahmen die Organisation in die Hand. Über den in Beuern noch gut funktionierenden »Buschfunk« fanden sie weitere Unterstützerinnen.

Der Pandemie ist es geschuldet, dass es bis zum ersten Treffen so lange dauerte. Rund 50 Teilnehmer erfreuten sich bei der Premiere an schön gedeckten Kaffeetischen, leckeren Kuchen, netter Bedienung und einem kleinen, aber feinen Rahmenprogramm.

Nach der Begrüßung durch Norbert Weigelt sprach Ortsvorsteher Jörg Lindenstruth über die Entwicklung des Dorfes von der Installation von Licht und Wasser bis hin zum Internet. Hier baute er einen Mini-Werbeblock für Glasfaser ein. Lindenstruth lud zum gemeindlichen Seniorennachmittag für 18. September ein, der vom Männergesangverein Polyhymnia Liederkranz ausgerichtet wird.

»Heute ist die gute alte Zeit von morgen« - mit diesem Zitat von Karl Valentin begann Rita Mattern einen Vortrag mit eigenen Gedanken zu diesem Thema. Etwa: »Die gute alte Zeit war, als es keinen Krieg mehr gab. Sie war damals, als wir morgens aufstanden und noch nichts wehtat.« »Was heißt schon gute alte Zeit? Meine Mutter war jedenfalls froh, als die Technik in unserem Haushalt einzog«, sagte Mattern.

Ganz tief in die musikalische Nostalgie-Kiste griff Jochen Rudolph. Als »De fidele Owwerhess« häufig mit Mundartliedern unterwegs, zeigte er sich in Beuern von einer anderen Seite. Er gab Lieder von Johannes Heesters (»Man müsste Klavier spielen können«), Lizzi Waldmüller (»Du hast Glück bei den Frauen, Bel Ami«), Freddy Quinn (»Melodie der Nacht«) und Heinz Rühmann (»Ich brech die Herzen der stolzesten Frau’n«) zum Besten. Die Stimmung war gut, da wurde sogar ein kleines Tänzchen gewagt.

Ilona Lindenstruth und Anni Funk hatten sich für kurze Zeit aus dem »Service« verabschiedet, um sich für einen Sketch ohne Worte umzuziehen. Dieser spielte auf einer Bahnfahrt. Während die eine allerlei Schminkutensilien nutzte, griff die andere ersatzweise zu Backpinsel, Ketchup und Margarine, um bei den Verschönerungsmaßnahmen mitzutun.

Karlheinz Volk, der Vorsitzende des Behinderten- und Seniorenbeirats, informierte über die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Beirats in Verbindung mit fünf Jahren Generationenwerkstatt am morgigen 10. Juli.

Der Termin für den nächsten Beuerner Seniorentreff an gleicher Stelle ist am Donnerstag, 14. Juli, ab 14 Uhr.

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