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Gericht bestätigt Vollsperrungen

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Buseck/Gießen (red). Mit Beschluss vom Mittwoch hat die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen in einem Eilverfahren die seit Montag angeordnete Vollsperrung auf der Landesstraße 3128 zwischen Wieseck und Alten-Buseck bestätigt. Eine im Gewerbegebiet »Flößer Weg« angesiedelte Firma hatte den Eilantrag gestellt, wie das Verwaltungsgericht mitteilte.

Entlang der L 3128 wird in dem Bereich zwischen der Einmündung der Vixröder Straße (Abzweig in Richtung Trohe) und dem Kreisverkehr in Alten-Buseck derzeit ein Rad- und Gehweg ausgebaut. Zudem wird die Fahrbahn der Landesstraße im Bereich des Gewerbegebietes »Flößer Weg« auf der gesamten Breite saniert. Hierfür sind bis Anfang November zwei Vollsperrungen vorgesehen (der Anzeiger berichtete).

Aktuell ist die Straße ab dem Abzweig der Vixröder Straße bis zu dem Abzweig Flößerweg gesperrt. Ab Mitte August wird der zweite Teilbereich - ab dem Abzweig Flößerweg bis zum Ortseingang Alten-Buseck - gesperrt. Die Umleitung führt über Daubringen. Das Gewerbegebiet »Flößer Weg« ist jeweils aus der nicht gesperrten Richtung der L 3128 erreichbar.

Die Antragstellerin wandte sich mit einem Eilantrag gegen die beiden Vollsperrungen der Landesstraße. Diese würden für sie einen erheblichen Mehraufwand in Form von Arbeitszeit und Fahrtkosten bedeuten. Zudem erwarte sie einen erheblichen Rückgang der täglichen Kundschaft aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit.

Das Land als Antragsgegner begründete sein Vorgehen damit, dass die Zeiten der Vollsperrung bereits auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt worden seien. Eine Vollsperrung im Einmündungsbereich zum Flößerweg sei aufgrund der dort durchzuführenden größeren Baumaßnahmen unumgänglich.

Die 6. Kammer bestätigte die angeordneten Vollsperrungen der beiden Teilbereiche der Landesstraße. Die Zugänglichkeit zu dem Betrieb der Antragstellerin sei durchgängig gewährleistet - aus einer Richtung mittels einer Umleitung und aus der anderen Richtung ohne Einschränkungen. Die Zu- und Abfahrt über die Umleitung sei auch nicht unzumutbar. Bei der ausgewiesenen Umleitungsstrecke handele es sich um die kürzeste mögliche Umleitung, die eine zusätzliche Strecke von etwa zehn Kilometer bedeute. Für den Pkw-Verkehr stehe außerdem eine weitere und kürzere Möglichkeit - nämlich über Trohe - zur Verfügung. Dies bedeute eine zusätzliche Strecke von etwa 3,5 Kilometern.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen.

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