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Große Mehrheit für Kunstrasenplatz

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Von: Sonja Schwaeppe

Buseck (son) Die Zuschauerreihen bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung waren gut gefüllt. Zahlreiche Mitglieder des Fußballvereins aus Beuern wollten live dabei sein, wenn über den Kunstrasenplatz in ihrem Ort entschieden wird.

Im Bauausschuss Mitte September war die Kostensteigerung um 800 000 Euro auf Gesamtkosten von 1,68 Millionen Euro kritisch hinterfragt worden. Daraufhin waren die Planer erneut beauftragt worden, Einsparmöglichkeiten aufzuzeigen. Es wurden zwei Vorschläge gemacht, die die Vereinsgemeinschaft und der Ortsbeirat Beuern allerdings ablehnten. So hätten die vorgeschlagenen Einsparungen eine Aufkantung der Fläche beinhaltet, die dadurch kleiner ausgefallen wäre. Die beiden Planer-Varianten gingen bei der Kostenschätzung von 1,44 oder 1,48 Millionen Euro aus.

Um einen eigenen Vorschlag einzubringen, hatte sich der Ortsbeirat dann mit den Vereinsvertretern zusammengesetzt. Dieser Vorschlag wurde bereits in den jüngsten Sitzungen von Bau- sowie Haupt- und Finanzausschuss wohlwollend besprochen.

Vergrößertes Spielfeld

Nun waren die Gemeindevertreter an der Reihe und auch sie stimmten mit großer Mehrheit dafür. Die beschlossene Variante sieht ein vergrößertes Spielfeld ohne Aufkantung vor. Auf eine Laufbahn und eine Weitsprunggrube wird verzichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Die Möglichkeit, später eine Laufbahn und Sprunggrube zu bauen, soll bestehen bleiben.

Für die Umsetzung der Maßnahme wurden Mehrkosten in Höhe von 775 000 Euro bewilligt. Zusätzlich ist eine für Kinder offene Spielfläche geplant, für die im Haushalt 2023 50 000 Euro bereitgestellt werden sollen.

Die Grünen äußerten Bedenken. »Es gibt gute Argumente gegen einen Kunstrasenplatz«, sagte Ute Wagner. Sie nannte den »Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Herstellung, den Plastikmüll und später auch die aufwändige Entsorgung«. Letztlich stimmten aber bis auf die drei Vertreter der Grünen alle Gemeindevertreter für die Beschlussvorlage.

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