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Hilfsbereitschaft ist groß

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Beim ersten Abgabetermin der Sachspenden wird Jugendpfleger Andreas Geck (r.) vom Auszubildenden Torben Ramser (l.) unterstützt. © Wagner

In Buseck ist die Hilfsbereitschaft für Geflüchtete aus der Ukraine groß. Die Gemeinde koordiniert die Angebote.

Buseck (sil). Die ganze Welt schaut schockiert auf den eskalierenden Krieg in der Ukraine. Die Hilfsbereitschaft ist allgemein groß, so auch in Buseck. Um die hier gestrandeten Flüchtlinge kümmern sich zahlreiche Ehrenamtliche. Unterstützt werden sie von Andreas Geck (Jugendhilfe der Gemeinde) und Leticia Gobet, die seit Oktober 2020 von der Zaug gGmbH als Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit in Buseck zuständig ist.

Etwa 30 Ehrenamtliche, darunter etliche potenzielle Vermieter, hatten sich kürzlich zu einer ersten Informationsveranstaltung im Kulturzentrum getroffen. Viele Geflüchtete haben zunächst bei Verwandten und Freunden ein Dach über dem Kopf gefunden. Noch nicht alle wurden beim Einwohnermeldeamt registriert. Nach den traumatischen Ereignissen steht ihnen verständlicherweise nicht gleich der Kopf nach Behördengängen.

Schutzsuchende

Ende vergangener Woche waren 61 Schutzsuchende aus der Ukraine angemeldet. Am vergangenen Donnerstag kamen die ersten Zuweisungen über den Landkreis. Der Gemeinde liegt eine Liste über mögliche Unterkünfte vor. Die Abstimmung und Vermittlung wird Alexander Rigelhof vom Standesamt vornehmen. »Ganz bewusst haben wir den Aufruf zu Sachspenden klein gehalten«, berichtet Andreas Geck. »Bei der großen Flüchtlingswelle 2015/16 wurden wir förmlich überrannt. Unsere Platzkapazitäten reichten nicht aus, das Sortieren der Sachen gestaltete sich damals als sehr problematisch«, erläutert er den nun eingeschlagenen koordinierten Weg. Die Entgegennahme von Sachspenden (auf dem Baubetriebshof jeweils donnerstags in einem festgelegten Zeitfenster) wird nur für die zuvor angemeldeten und bestätigten Dinge gewünscht. Da die Lage sehr dynamisch ist, wird sich der an die Gemeinde gerichtete Bedarf ständig verändern und vermutlich erhöhen.

Leticia Gobet bittet ausdrücklich darum, dass sich Spendenwillige nicht entmutigt fühlen sollen, wenn sie keine umgehende Antwort erhalten. »Wir müssen uns täglich auf eine neue Situation einstellen, alle Hilfs- und Integrationsangebote sind im Aufbau begriffen.« Während der Deutschkurs mit Gertrud Borgmann (katholische Kirchengemeinde) bereits nächste Woche anlaufen soll, befinden sich Treffen von Ehrenamtlichen und Geflüchteten in allen Ortsteilen noch in der Planung. Fest steht, dass für Alten-Buseck und Trohe gemeinsame Termine im Dorfgemeinschaftshaus Trohe stattfinden sollen. Nicht nur hier können diejenigen wertvolle Unterstützung leisten, die sich bereits als Dolmetscher zur Verfügung gestellt haben.

Das bisherige Angebot für Migranten donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr im Lern- und Begegnungsraum im Kinder- und Jugendhaus Großen-Buseck (Wilhelmstraße 9b hinter der TV-Halle) wird fortgeführt. Für Jugendliche und Erwachsene wird ein Sprachcafé angeboten. Für Kinder gibt es ein Sport- und Spielangebot in der TV-Halle.

Bürgermeister Michael Ranft ist sehr dankbar für die große Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger.

Ansprechpartner sind Leticia Gobet (0151/65250919, E-Mail: gwa-buseck@zaug.de) und Andreas Geck (06408/911-214, Mobil 0151/70153319).

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