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Hohen Verlusten folgen Nachbesserungen

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Dieser junge Spitzahorn ist regelrecht verbrannt Foto: Thomaka © Thomaka

Buseck (red). Im Frühjahr packten über 30 Busecker Bürgerinnen und Bürger mit an und halfen dabei, mehr als 600 Bäume in der Gemarkung Großen-Buseck zu pflanzen. Die Forstwirte und Auszubildenden vervollständigten das Projekt »Bürgerwald - Für jeden Bürger einen Baum« in den nächsten Wochen.

Mit anhaltendem Regen und einer ordentlichen Bodenfeuchte aus dem Winter war den 13 000 Bäumen ein toller Start vergönnt. Nahezu alle wuchsen an und trieben fleißig aus.

Wie mittlerweile jedem bekannt sein dürfte, hat sich die Situation im Wald im Vergleich zum Frühjahr drastisch geändert. »Wir steuern auf einen neuen Negativrekord zu: Trockenster Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und auch der versprochene Regen der vergangenen Woche blieb weitestgehend aus. Das bekommen die Bäumchen natürlich zu spüren«, so der Alten-Busecker Revierförster Jakob Thomaka.

So sind mittlerweile bereits rund 15 Prozent der jungen Pflanzen regelrecht verbrannt. Kommen zeitnah keine ergiebigen Niederschläge hinzu - wonach es leider aussieht - muss diese Zahl deutlich nach oben korrigiert werden.

Doch nicht nur die Hitze macht den Bäumen zu schaffen. Im Bereich eines der vier Gatter hat eine umgestürzte Buche den Zaun beschädigt. Zwei Wochen blieb die Lücke im Zaun unerkannt. In dieser Zeit hatten Reh- und Muffelwild freien Zugang zu den Pflanzen. Durch Verbiss, Fegeschäden (beides Rehwild) sowie Schälschäden (Muffelwild) sind rund 800 Bergahorn, 200 Buchen, 400 Flatterulmen und 100 Kirschen ausgefallen. All diesen Verlusten gilt es nun im Frühjahr 2023 mit Nachbesserungen auf den Flächen zu begegnen.

»Wenn Sie also bei Ihren Spaziergängen oder Fahrradtouren durch den Gemeindewald beschädigte Zäune oder gar Wild innerhalb der Zäune erkennen, bitten wir darum, uns umgehend zu informieren. Die Telefonnummer der Revierleitung finden Sie im Gemeindeblättchen oder auf der Internetseite der Gemeinde«, bittet Thomaka.

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