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Intensiv den Wald wahrgenommen

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Am Badeplatz trafen sich die jüngsten Pfadfinder, die Wölflinge, zu einem Lager. Foto: Peters © Peters

Buseck (red). Natur pur. Das ist eigentlich nichts Ungewöhnliches für Pfadfinder. Denn nicht nur Fahrten und Lager führen in die Natur, sondern auch die regelmäßigen Gruppentreffen finden durchweg draußen auf Wiesen und in Wäldern statt. Im Falle der Beuerner Pfadfinder ist da noch der alte Badeplatz am Ortsrand, ein Gelände, das die Gruppe in den vergangenen Jahren naturnah gestaltet hat und das viele Erlebnisse und Beobachtungen am Bachlauf sowie in Bäumen und Sträuchern ermöglicht.

Dieser war auch der Ort eines Lagers der Wölflinge (das sind die Jüngsten im Pfadfinderstamm), das sich speziell dem Thema Natur widmete. Geplant und umgesetzt wurde die Idee, sowohl Naturerlebnisse zu ermöglichen als auch mit der Natur etwas zu gestalten. So wurden Pflanzen genutzt, um Baumwollbeutel für das eigene Essgeschirr zu färben, die anschließend per Kartoffeldruck eine persönliche Note erhielten. Neben dem begonnenen Bau eines weiteren großen Insektenhotels für den Badeplatz durften sich alle ein kleines Insektenhotel aus Konservendosen und Bambus für den eigenen Garten herstellen.

Wer ansonsten eher durch den Wald hetzt, konnte bei einer fast halbtägigen Waldwanderung diesen Naturraum einmal sehr intensiv wahrnehmen und kennenlernen, und zwar beim Barfußlauf oder beim Bestimmen von Blättern und Bäumen, beim Riechen und Schmecken. Der Fauna näherten sich die Wölflinge, indem sie versuchten, bekannte Waldtiere pantomimisch darzustellen oder etwas über den interessanten Lebenszyklus des nur noch selten in Eichenwäldern anzutreffenden Hirschkäfers erfahren konnten.

Genauso wichtig für alle waren aber auch das gemeinsame Spiel auf der Wiese, das Sitzen und Singen am Lagerfeuer, das Helfen bei der Essenzubereitung und das Ausruhen im gemütlichen Zelt. Dass es erstmals eine durchgängig vegetarische Ernährung bei den Beuerner Pfadfinder gab, ist niemandem aufgefallen, zumindest nicht negativ. Die letzte Stammesversammlung hatte die fleischlose Küche mit knapper Mehrheit beschlossen.

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