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Kita-Situation entspannt sich

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Die Kita »Wundertüte« startet ab Februar mit einer Eingewöhnungsphase. Foto: Hähner © Hähner

Die kommunale Kita »Wundertüte« in der Nelkenstraße wird ab dem ersten Februar in die Eingewöhnungsphase starten. Bislang sind dort drei Kinder angemeldet.

Buseck (sow). »Großartige Arbeit« sei mit der Einrichtung der beiden Modul-Kitas in Großen- und Alten-Buseck geleistet worden, sagte die Vorsitzende des Kultur- und Sozialausschusses Claire Blaschke (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Gremiums im Busecker Kulturzentrum.

Am 9. Januar hatte die von den Johannitern geführte Kindertagesstätte »Ritternest« ihren Betrieb offiziell aufgenommen. Mit je drei Kindern in den drei Gruppen wird, wie Leiterin Minou Tröller beim Tag der offenen Tür im Gespräch mit dieser Zeitung sagte, mit der Eingewöhnung begonnen. Sukzessive sollen dann weitere Kinder folgen. »Die Kita hat bereits zahlreiche Anmeldungen und nur noch wenige Plätze frei«, sagte Bürgermeister Michael Ranft (CDU) bei der Ausschuss-Sitzung. Die kommunale Kita »Wundertüte« in der Nelkenstraße wird ab dem ersten Februar in die Eingewöhnungsphase starten. Bislang sind dort drei Kinder angemeldet. Insgesamt stehen in den beiden neuen Einrichtungen 137 Plätze zur Verfügung, davon 75 in Großen-Buseck.

Bürgermeister Ranft zeigte sich zuversichtlich, dass sich die angespannte Betreuungslage in der Gemeinde nun auflösen werde und bis Sommer die Einrichtungen ausgelastet sind. Doch damit ist das Kita-Thema noch nicht vom Tisch. In Oppenrod ist schon länger ein Neubau geplant. Akut ist dieser, da sich das bestehende Gebäude in keinem guten Zustand befindet und man durch das Neubaugebiet Rahberg II mit vielen jungen Familien rechnet, die Kita-Plätze benötigen werden. »Wir bereiten gerade die Ausschreibung vor, um in die konkrete Planung gehen zu können«, sagte Ranft.

In Trohe hat die Gemeinde ein Grundstück in Kirchenbesitz für eine mögliche Kita im Auge. »Allerdings möchte die Kirchengemeinde das Gebäude nur im Erbbaurecht vergeben«, sagte Ranft. Hier bemühe sich die Verwaltung darum, die Kirche von einem Verkauf überzeugen zu können.

Belegungszahlen gefordert

»Bislang nehmen wir keine ortsfremden Kinder auf«, sagte Ranft weiter. Wenn sich die Lage bei den Betreuungsplätzen nun aber entspanne, könne man auch darüber nachdenken, Kinder von Erzieherinnen, die in Buseck arbeiten, aufzunehmen. Das würde Buseck als Arbeitgeber attraktiver machen. Norbert Weigelt (SPD) dazu: »Wir haben offensichtlich jetzt genug Platz für Kita-Kinder in der Gemeinde - die beiden Modul-Kitas sind auch ansprechend gestaltet«, sagte er. Aufgrund des Defizits im Gemeindehaushalt solle man sich aber überlegen, ob man die angedachte Kita in Trohe so dringend brauche. »Der Haushalt rechtfertigt das nicht«, sagte er. Wenn Buseck ortsfremde Kinder aufnehme, solle sich die Gemeinde auch überlegen, die anfallenden Kita-Gebühren von der Herkunftsgemeinde einzufordern. »Bislang gibt es eine Übereinkunft in den Kreisgemeinden, sich diese Gebühren nicht gegenseitig in Rechnung zu stellen«, entgegnete Ranft. Weigelt forderte die Gemeinde nochmals auf, endlich konkrete Zahlen zu den Anmeldungen in den Kindertagesstätten der Gemeinde vorzulegen.

Auch André Blaufelder (FW) wünschte sich eine Darlegung der Platzbelegung in den Kitas, damit die Ausschussmitglieder die Planungen besser bewerten könnten. »Das wäre sinnvoll«, sagte er. Sowohl er als auch Markus Spitzner (Grüne) sprachen sich aber für den Kauf des Gebäudes in Trohe aus. »Es wäre wichtig für Trohe, eine eigene Kita zu haben«, sagte Spitzner. Natürlich solle man sich auch überlegen, Kinder von Menschen aufzunehmen, die auswärts leben, in Buseck ihren Arbeitsplatz haben. »Uns fehlen Fachkräfte und ein sicherer Kita-Platz für den Nachwuchs wäre ein großer Benefit für jetzige und potenzielle Arbeitnehmer.«

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