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Lärmschutzwall erfüllt seinen Zweck

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Buseck (red). In den vergangenen Jahren wurden jährlich - geleitet durch Bürgermeister Dirk Haas - Ortsbegehungen in Buseck durchgeführt, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger sehr anschaulich vor Ort ein Bild von erfolgreichen Maßnahmen als auch von Problemfällen machen konnten.

Die SPD-Buseck hat sich Bürgernähe auf die Fahnen geschrieben und deshalb wieder die erste Ortsbegehung in Großen-Buseck durchgeführt.

Den Startschuss gab der stellvertretende Vorsitzende Christopher Saal, in dem er auf die Bedeutung einer direkten Vor-Ort-Anschauung hinwies.

Erste Anlaufstelle war der 2. Bauabschnitt des Baugebiets »Hainerde«. Durch den verzö-gerten Beginn der Vermarktung und Bebauung trotz vorhandener Infrastruktur ist eine weitere unnötige und ärgerliche Preissteigerung für die Grundstücke entstanden. Positiv hervorzuheben sei, so die SPD in ihrer Pressemitteilung, dass der Lärmschutzwall seinen Zweck erfüllt.

Ebenso sei die Wärmeversorgung mit Erdwärme (Körben) und Wärmepumpen abseits fossiler Brennstoffe eine zukunftsorientierte Lösung. Es sei zu hoffen, dass die Imaxx die Vermarktung möglichst bald startet.

Nächste Stationen waren das Freibad und die Kleinmühle. Nach dem Willen der Busecker Mehrheitsfraktionen CDU und FW wurde der Totalabriss aller Gebäude der Mühle beschlossen, um »freie Sicht auf das Freibad« zu haben. Damit werden Werte vernichtet, denn mit der gut erhaltenen Scheune und dem Wohnhaus lässt sich durchaus Sinnvolles anfangen.

Parkplätze und nicht notwendige Sichtachsen zum Freibad sind ganz gewiss weniger wichtig als zusätzliche Räume für die Kita Georg Diehl und die Sanierung vorhandener Wohnräume. Das Großen-Busecker Ortsbeiratsmitglied Erich Hof (SPD) kritisierte zudem, dass der Ortsbeirat vor dem Abriss-Beschluss nicht gehört worden sei.

Offensichtlich nichts getan hat sich bezüglich des Freibades. Die nachträglichen Planänderungen hätten das eigentliche Projekt Freibad-Sanierung verzögert und verteuert. Auch die mit der Freibad-Sanierung verbundene Wieseck-Renaturierung sollte eigentlich bereits längst gestartet sein.

Dritte Station war der neue, rege genutzte Spielplatz in der Tulpenstraße. Nachdem das Gelände über Jahrzehnte verwahrloste und ein Schandfleck in Großen-Buseck war, konnte unter der Regie des ehemaligen Bürgermeisters Dirk Haas und unter Einbeziehung des Kinder- und Jugendbeirats sowie des Behinderten- und Seniorenbeirats, dieses Projekt verwirklicht werden.

Abschließende Station war der ehemalige Spielplatz in der Nelkenstraße. Dort sind 14 Container aufgestellt worden, die zur »kurzfristigen« Behebung der Mangellage an Kindertagesplätzen dienen sollen. Die Betriebsaufnahme soll Mitte Januar 2023 erfolgen. Allerdings befindet sich die Außenanlage noch - wie der Fraktionsvorsitzende Norbert Weigelt anmerkte - in einem desolaten Zustand. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

In diesem Zusammenhang bleibt völlig offen, wie ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Kindergärten in Großen-Buseck umgesetzt werden soll. Der von der Gemeindevertretung gefasste Beschluss, Kindergartenräume »gemeinsam« mit dem Landkreis am Standort Grundschule zu schaffen, sei auf Jahre hinaus völlig unrealistisch. Zu befürchten sei deshalb, dass die neuen Containerräume in der Nelkenstraße zu einer extrem teuren Dauerlösung werden.

In der Zusammenfassung der Ergebnisse der Ortsbegehung wurde deutlich, wie wichtig es für die kommunalpolitischen Entscheidungen ist, sich »vor Ort« ein anschauliches Bild zu verschaffen, damit man weiß, wovon man spricht.

Daher sei geplant, in den anderen Busecker Ortsteilen die gute Praxis der Ortsbegehungen auch wieder aufzunehmen, heißt es abschließend.

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