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2,7 Millionen Kilowattstunden

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Buseck (siw). Auch wenn in der Generalversammlung der Bürgerenergiegenossenschaft »Sonnenland« das bestimmende Thema war, so wird die Fotovoltaik nicht vernachlässigt. Vorstandmitglied Dr. Thomas Buchkamp berichtete über die durchgeführten und geplanten Solar-Projekte.

Ohne eine Beteiligungsausschreibung wurden durch die beiden Solaranlagen auf dem Feuerwehrgerätehaus in Großen-Buseck und den Dächern des Gebäudes und der Garage der Volksbank Heuchelheim bereits weitere 54,4 kWp (Kilowatt-Peak, Maß für die Leistung einer Fotovoltaikanlage) generiert. Eine Beteiligungsausschreibung an die Mitglieder für vier Dächer der Pflegeheime der Arbeiterwohlfahrt in Biebertal, Heuchelheim, Lollar und Wettenberg wird in Kürze herausgegeben. Eine Erweiterung und damit eine fast flächenmäßige Verdoppelung des Solarparks in Oppenrod befindet sich in einer fortgeschrittenen Planung. Die Ausschreibung in Bezug auf zwei abgelaufene Bankdarlehen für den Solarpark Buchenberg in Daubringen ist bereits überzeichnet. Hier werden anstelle von Bankdarlehen die Gesellschafter einspringen.

Der Geschäftsbericht des Vorstandsvorsitzenden Franz Borgmann begann zwar mit der negativen Aussage über eine deutlich geringere Globalstrahlung im Berichtsjahr 2021 in der hiesigen Region. Das Minus von acht Prozent gegenüber 2020 spiegelte sich in den Erträgen der Fotovoltaikanlagen wider, ein Zeichen dafür, dass diese technisch einwandfrei funktionieren. »Sonnenland« hat 2,7 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, mit den Beteiligungen anteilig sogar 6,9 Millionen.

Auf technischer Ebene standen überwiegend Routinearbeiten wie turnusgemäße Wartungen an. Darüber hinaus waren weitere Dachanlagen mit Taubenschutzgittern zu versehen. In Summe waren es 19 000 Euro Reparaturkosten.

Der Jahresüberschuss - vorgestellt vom Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Reitz - hat mit 94 254,66 Euro das Vorjahresergebnis von 52 810,51 Euro deutlich übertroffen. Maßgeblich verantwortlich hierfür sind die neuen Solarparks Oppenrod und Alten-Buseck, die erstmalig ein vollständiges Jahr im Einsatz waren. Auch lagen deren Einspeisevergütungen ab September 2021 aufgrund der Energiepreise deutlich höher. Das Bilanzvolumen ist aufgrund von Abschreibungen von 4,032 Millionen Euro auf 3,888 Millionen gesunken.

2021 hat sich die Zahl der Mitglieder von 625 auf 703 (aktuell 742) erhöht. Einstimmig wurde eine Dividendenausschüttung von sechs Prozent beschlossen. Ebenfalls einstimmig wurde Rudolf Ziegler (Buseck) und Holger Schmitt (Fernwald) wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Zusammen mit den unter der Geschäftsführung stehenden Solarparkgesellschaften verwaltet »Sonnenland« Unternehmen mit einer Bilanzsumme von rund 11,7 Millionen Euro. Mit allen Zins- und Steuerzahlungen entsteht daraus eine regionale Wertschöpfung von etwa einer Million pro Jahr. Geld, das in der Region für die Region aus erneuerbaren Energiequellen erwirtschaftet wird.

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