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»Petra, was kochst du heute?«

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Bei Petra Albach essen die Kleinen auch Blumenkohl und Co. © Wagner

Petra Albach kocht in der Kita Beuern und die Kinder lieben, was auf den Tisch kommt.

Buseck (sil). Erzieherinnen sind wichtig, Köchinnen auch. Beide braucht man, damit die Kinder prächtig gedeihen. Die große Wertschätzung, die Petra Albach, Köchin der Kita »Regenbogenland« in Beuern, entgegengebracht wird, zeigte sich kürzlich bei einer Feier anlässlich ihres 25-jährigen Arbeitsjubiläums.

»Schmeckt nicht, gibt es hier nicht, denn hier kocht unsere Petra«, sagte Kita-Leiterin Christina Ruckelshausen. Die Eltern seien immer höchst erstaunt, dass ihre Kinder in der Einrichtung Blumenkohl und Co. essen, halt verpönte Speisen, die sie zu Hause nicht in den Mund nehmen würden. »Petra, was kochst du uns heute?«, sei die erste Frage, sobald sie morgens die Tür hereinkommt, erzählt die beliebte Hauswirtschaftskraft.

Geschenke

Zur Übergabe von küchentypischen Jubiläumsgeschenken wie bemalten Geschirrtüchern und Topflappen hatten sich die Erzieherinnen ein nettes Begleitprogramm ausgedacht. So zog Albach zunächst eine komplett weiße Küchenschürze aus einem großen Kochtopf. Das konnte doch nicht sein, also zurück in den Topf damit. Beim zweiten Versuch und nachdem sie einen Zauberspruch aufgesagt hatte, zog sie eine bunt bedruckte Schürze aus dem Topf.

Lieder wie »Wer will eine fleißige Köchin sehen, der muss in die Kita Beuern gehen« brachten die 56-Jährige zum Strahlen. »Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Haus so geliebt werde«, sagt sie. Auch ihr Ehemann Arno, der das fröhliche Treiben filmte, bestätigte, dass seine Frau in ihrem Job regelrecht aufgeht. Bürgermeister Michael Ranft, Fachbereichsleiterin Ilona Schindler, die ehemalige langjährige Leiterin Charlotte Haas, Elternbeiratsvorsitzende Sabine Adler und die frühere Hauswirtschaftskraft Christa Ortwein gratulierten mit Präsenten zum Jubiläum. Albach begann als Reinigungskraft. Das war schon ihre Mutter. Der Vater arbeitete auf dem Bauhof und der Großvater war Gemeindebote, der auch die Zählerstände ablesen musste und damit jeden Keller in Beuern kannte. Sie ist also eine Mitarbeiterin der Gemeinde in der dritten Generation. Gelernt hatte sie ursprünglich Verkäuferin im Lebensmittelgeschäft von Edith Richter. Bevor sie vor elf Jahren das Zepter oder, besser gesagt, den Kochlöffel übernahm, war sie bereits unterstützend in der Kita-Küche tätig. Beim anschließenden Brunch konnte man ganz nebenbei auch erfahren, dass auch Bürgermeister Michael Ranft als Kind die Einrichtung besuchte. »Damals haben wir noch im Haus meiner Oma in Beuern gewohnt.«

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