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Problematische Kommunikation?

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Bürgermeister Michael Ranft überreichte im Beisein von Eckhard Neumann (2. v. l.) und Peter Fischbach (rechts) Ernennungsurkunden an Mario Deiß, Julian Stange, Torsten Nicolai und Michael Sames. Foto: Schwaeppe © Schwaeppe

Die Wasserverunreinigung in Oppenrod kam bei der Gemeindevertetersitzung in Buseck zur Sprache.

Buseck (sow). Seit dem 27. April muss das Wasser in Oppenrod aufgrund von Verunreinigungen abgekocht werden. Seit fast einem Monat können es die Oppenröder nicht für die Zubereitung von Babynahrung verwenden. Ein Zustand, der bei einigen Dorfbewohnern für Unmut sorgte. In einer Facebook-Gruppe machten sie sich ihrem Ärger Luft. Auch bei der Gemeindevertreter-Sitzung am Donnerstag waren die Verunreinigung und die seit Wochen andauernden Reinigungsarbeiten Thema. Kritik gab es von Oppenröder Seite vor allem zur Informationspolitik der Gemeinde. »Eigentlich wusste niemand so wirklich was los ist«, sagte Roland Kauer (SPD) vom Oppenröder Ortsbeirat. »Warum hat die Gemeinde nicht besser informiert?« Bürgermeister Michael Ranft (CDU) konnte diese Kritik nicht nachvollziehen. »Die Mitarbeiter der Gemeindewerke haben in den vergangenen Wochen wirklich Unmenschliches geleistet«, sagte er. Die Menschen seien sofort nach Bekanntwerden der Verunreinigung über alle erdenklichen Möglichkeiten und Medienkanäle informiert worden. »Zusätzlich sind die Mitarbeiter der Gemeindewerke von Tür zu Tür gegangen und haben die Oppenröder informiert«, unterstrich der Bürgermeister. Er fand es wiederum unfair und falsch, wie in den sozialen Medien versucht worden sei, Stimmung gegen die Gemeinde und die Gemeindewerke zu machen. »Die Mitarbeiter fühlen sich durch unsachliche und falsche Behauptungen verletzt.« Oppenrods Ortsvorsteherin Claire Blaschke (CDU) erwiderte: «Die Kompetenz der Mitarbeiter wird nicht angezweifelt, aber es gab mangelhafte Informationen beispielsweise über die Ursache und warum die Reinigungsarbeiten so lange andauern.« Ranft wiederholte, dass alles Mögliche getan worden sei. »Wir haben es hier teilweise mit alten Wasserleitungen zu tun, die die gleichmäßige Chlorung des Netzes verlangsamen«, sagte er. Daher musste wieder und wieder nachgechlort werden, um eine entsprechende Sättigung zu erreichen. Er rechne in den nächsten Tagen mit einer Freigabe durch das Gesundheitsamt.

Kitas wieder regulär geöffnet

Erfreuliche Nachrichten überbrachte Ranft in Sachen Kindertagesstätten: »Seit dem 1. Mai ist die Verkürzung der Öffnungszeiten in den Kitas »Abenteuerland« in Alten-Buseck und Kita »Farbenwald« in Großen-Buseck beendet.« Endlich sei der Regelbetrieb zu den normalen Betreuungszeiten von sieben bis 17 Uhr wieder möglich.

Während der Sitzung wurden aus dem Bereich der Busecker Feuerwehren einige Männer zu Ehrenbeamten ernannt: Torsten Nicolai (Gemeindebrandinspektor), Michael Sames (stv. GBI), Kilian Beyer (Wehrführer Alten-Buseck), Mario Deiß (stv. Wehrführer Alten-Buseck), Torben Lippert (Gemeindejugendfeuerwehrwart) und Julian Stange (stv. Jugendfeuerwehrwart).

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