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Rätsel um fünf Buchstaben gelöst

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Die geschäftsführenden Gesellschafter Martin Wagner, Thorsten Marscheck, Gerald Dörr und Holger Münch (v.l.) in der Montagehalle. © Wagner

Die Firma »Prewa« stellt in Großen-Buseck Verpackungsmaschinen her. Bereits die zweite Generation führt die Geschäfte.

Buseck (sil). Von der Umgehungsstraße von der B 49 in Richtung Großen-Buseck kommend sieht man rechts einen blau angestrichenen Zweckbau. Im Giebel steht in blauer Schrift auf weißem Untergrund »PREWA«. Doch was steckt hinter diesen Buchstaben? Selbst Ortsansässigen ist häufig nicht bekannt, was sich hinter diesen Mauern und dem Namen verbirgt.

Rückblick

Der Anzeiger hat nachgefragt. Zunächst ein Rückblick: Als Eckhard Wagner und Eckehardt Preuß am 1. Juli 1983 die Prewa-Verpackungsmaschinenbau GmbH gründeten, konnten sie auf eine langjährige Erfahrung in der Schlauchbeutel-Verpackungsmaschinen-Branche bauen. Die Kreation des Firmennamens basiert auf den Nachnamen der beiden Gründer, die sich beim Start in die Selbstständigkeit zunächst in Räumlichkeiten in Biebertal (Rodheim, Karlstraße) niederließen. Eine Erfolgsgeschichte begann, der Betrieb wuchs, die räumlichen Kapazitäten stießen bald an ihre Grenzen.

Bereits am 15. Mai 1987 wurde ein Neubau in der Zeppelinstraße im Großen-Busecker Gewerbegebiet bezogen, der nach mehreren Anbauten auf nunmehr 1500 Quadratmeter angewachsen ist.

Prewa war einer der ersten Verpackungsmaschinenhersteller, die als Wegbereiter für eine »Low cost«-Maschinenbaureihe standen. Durch den Einsatz einer voll pneumatisch-mechanischen Antriebstechnik wurde die Pneumatik in der Schlauchbeutelbranche etabliert. Seit der Gründung beschäftigt sich das Unternehmen mit der Herstellung von produkt- und kundenbezogenen Schlauchbeutelmaschinen und deren Zubehör, wie Zähl- und Dosiersystemen, Produktzuführungen sowie schlüsselfertige Verpackungslinien.

Eigene Baureihen bieten Lösungen im Bereich »Food« und »non-food« von »Low-cost« bis »high-end« an, wobei Prewa auch für Sonderlösungen ein adäquater Ansprechpartner ist. Die Maschinen werden im Stammhaus in Großen-Buseck kundenorientiert entwickelt, konstruiert und montiert.

Neben dem Bau von Verpackungsmaschinen ist auch das Produzieren von Ersatzteilen für die folienverschweißende Industrie ein stetig wachsender und sehr erfolgreicher Bereich. Als im Februar 2004 Eckehardt Preuß in den Ruhestand ging, übernahmen die langjährigen Mitarbeiter Thorsten Marscheck und Gerald Dörr seine Anteile. Zusammen mit Eckhard Wagner führten sie das Unternehmen mit derzeit 33 Mitarbeitern und flachen Hierarchien weiter.

Zu Jahresbeginn hat sich nun - nach fast vier Jahrzehnten - auch der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter Eckhard Wagner in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Sein Sohn Martin Wagner sowie Holger Münch werden jetzt gemeinsam mit Marscheck und Dörr als neue geschäftsführende Gesellschafter die Firma in seinem Sinne weiterführen.

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