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Rinnerborn ein »Maut-Schleichweg«?

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Die Busecker Ausschüsse beraten über die Verkehrswende und die Entlastung der Durchfahrtsstraßen.

Buseck (zye). Zwei Gremien an einem Abend: Bauausschuss (BLUA) und Kulturausschuss (KSA) tagten gemeinsam. Im vierstündigen Sitzungsmarathon hielt auch die »Verkehrswende«-Initiative eine Ansprache, als es erneut um eine Entlastung der Durchgangsstraßen der Gemeinde ging.

»Überfraktionell und gemeinsam mit den Anwohnern konnte ein Forderungskatalog formuliert werden«, schreiben die Parteien in ihrem gemeinsamen Antrag. Eine »Resolution« nannte es die SPD sogar und es sei wichtig, dass Markus Ihle und Daniel Allgeier gehört werden. Denn auch Freie Wähler (FW), SPD, CDU und Grüne möchten die Umsetzung von Maßnahmen erwirken, um Busecks Straßenverkehr effektiver zu gestalten.

Darin besteht so etwas wie Einigkeit. Alle möchten, dass unverhältnismäßig viel befahrene Durchgangsstraßen der Gemeinde, wie etwa Rinnerborn (Alten-Buseck) oder Untergasse/Fünfhausen (Beuern), entlastet werden. Das Ziel soll ein Entschärfen von Brennpunkten sein. Querungshilfen und Tempo 30 müssten noch weiter implementiert werden. Das und weniger Lärm- und Feinstaubbelastung soll eine bessere Lebensqualität für die Anwohner erreichen. Angst um die Kinder wurde geäußert, die auf dem Schulweg gefährliche Straßen, wie den Rinnerborn, überqueren müssen.

Darauf machte die Verkehrsinitiative hier im Ausschuss, aber auch bei ihren Demos immer wieder mit Bild und Ton aufmerksam. Einen »Maut-Schleichweg« nannte sie an diesem Abend den Rinnerborn. Das erkläre die hohe Zahl an Lkw, die täglich die Hauptstraße von Alten-Buseck passieren. Nicht zuletzt geht es der Bürgerbewegung und Lokalpolitik aber auch um den regionalen Kampf gegen den Klimawandel.

Unabdingbar sei dabei aber auch eine bessere »Zusammenarbeit mit den übergeordneten Behörden und Hessen Mobil«, geht es aus dem Antrag der Fraktionen hervor. Ohne die geht es nun einmal nicht.

Daher habe auch derzeit Bürgermeister Michael Ranft (CDU) alle Hände voll zu tun, mit diesen wichtigen Gesprächspartnern an einen Tisch zu kommen. Am Ende wurde der Ursprungsantrag der Fraktionen zunächst zurückgezogen. Er wurde durch einen ergänzten Beschluss ausgetauscht, wo etwa auch von den FW ein Lärmgutachten angefordert wird und Querungshilfen für den Rinnerborn von den Grünen.

Auch die Forderungen der Verkehrswende-Bewegung sind in die neue Beschlussvorlage eingeflossen. Es widersprach niemand, als das Norbert Weigelt (SPD) vorschlug. Am Ende wurde es eine einstimmige Beschlussempfehlung an die Gemeindevertretung. Die hat am Donnerstag das letzte Wort.

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