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Sauna für 105 000 Euro auf Vordermann gebracht

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Vorsitzender Wolfgang Dörr (l.) und Vorstandsmitglied Corinna Helm freuen sich mit Architekt Alexander Ehrenspeck darüber, dass die Sauna wieder nutzbar ist. © Wagner

Böse Überraschung für den Hallenbadverein Busecker Tal. Aus der »kosmetischen« Sanierung wurde eine Kernsanierung.

Buseck (sil). Geplant war eine »kosmetische« Sanierung der Sauna des Großen-Busecker Hallenbades. »Einige Bodenfliesen waren locker. Zunächst dachten wir mit dem Austausch der Fliesen sei es getan«, erklärte Wolfgang Dörr, der Vorsitzende des Hallenbadvereins Busecker Tal. Dann kam die Überraschung, leider keine der positiven Art.

Dass sich die Fliesen hier und da ablösten, lag nicht nur am Kleber, sondern am Estrich. Der war für Feuchträume nicht geeignet. Ein fachkundiger Architekt sollte nun die Sache in die Hand nehmen.

Durch die Kontakte zum Hallenbad in Pohlheim ist der Vorstand auf Alexander Ehrenspeck (Annerod) aufmerksam geworden. Als die Busecker bei ihm anfragten, ob er den Auftrag übernehmen könnte, hat er sofort »ja« gesagt. »Da habe ich aber noch nicht gewusst, was auf mich zukommt«, sagte Ehrenspeck beim Ortstermin, nun sichtlich froh, dass die Arbeiten beendet sind.

Der Grund, dass aus einer kleinen Sanierung eine Kernsanierung wurde, lag in den Baumängeln der Substanz. Der vorhandene Estrich war komplett versandet, sodass dieser in Gänze ausgetauscht werden musste. Auch der Fußboden in den beiden Saunakabinen musste erneuert werden. Dies war ursprünglich nicht geplant. Da im Estrich die Fußbodenheizung der Sauna verbaut war, musste diese notgedrungen ebenfalls komplett erneuert werden. Damit noch nicht genug: Die gesamte Schwelle der vorhandenen Fensterfassade war vermodert, sodass auch hier ein Austausch nicht zu vermeiden war.

Die jetzt fast abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen (ein Elektriker und ein Schreiner müssen noch Restarbeiten erledigen) schlagen mit 105 000 Euro zu Buche. Ein Betrag, der durch den geschilderten Sachverhalt weit über der ursprünglich geschätzten Summe liegt. »Auch wenn sich der Saunabetrieb wirtschaftlich nicht rechnet, wollten wir dieses Plus an Attraktivität unseres Hallenbades auf jeden Fall aufrechterhalten«, sagte Corinna Helm, Vorstandsmitglied im Hallenbadverein.

Die Bauzeit betrug fast ein Jahr, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass die Handwerker zunächst von kleineren Gewerken ausgegangen sind. Aufgrund von Corona hätte es zwischenzeitlich ohnehin Zeitfenster der Nichtnutzung gegeben. »Dennoch möchten wir uns bei den treuen Stammkunden mit einem ›Bonbon‹ für ihre Geduld bedanken«, erklärte Dörr.

Noch bis Ende Mai ist das Saunieren in dem Mitglieder-Bad deshalb kostenlos.

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