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Schlaue Wege gehen

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Eine exklusive Führung gab es für die Kinder durch den Solarpark »Sonnenland«. Foto: Schmidt © Schmidt

»Energie, Spiel und Spaß«. standen im Mittelpunkt der Ferienspiel-Projektwoche in Buseck. Hinter dem Titel verbarg sich kindgerechtes Erleben eines bedeutenden Themas unserer Zeit.

Buseck . (zye) Bei der Projektwoche der Busecker Ferienspiele ging es um »Energie, Spiel und Spaß«. Mitten in der Ferienzeit blicken 26 Kinder nun auf eine spannende und ereignisreiche Zeit zurück. Hinter dem Titel verbarg sich kindgerechtes Erleben eines bedeutenden Themas unserer Zeit.

»Ich will »ne Zukunft die was kann, denn ich glaub« ganz fest daran, dass, wenn wir schlaue Wege gehen, dann wird unser schöner Planet auch für mich bestehen.« Dieses Kinderlied, »Ne Zukunft die was kann«, der Band Lila Luftikus, bildete gewissermaßen den Soundtrack der Woche. Die Zeilen des Songs hallten auch durch das Kulturzentrum in Großen-Buseck. Gesungen von den Ferienkindern selbst, zusammen mit dem Ferienspiel-Team. Das bildeten Andreas Geck (Jugendpfleger), Nora Schmidt (pädagogische Mitarbeiterin), Larissa Hildebrand (Busecks Klimaschutzmanagerin), Elisa Steinmetz und Hannah Fritz (Sozialarbeiterinnen).

Ökologische Energienutzung im Zeitgeist des Klimawandels stand auf dem Programm. Präsentiert wurde das aber nicht bloß mit schnödem Frontalunterricht. Das würde in der Ferienzeit natürlich gar nicht klar gehen für die kleinen Urlauber. Daher hatte sich das Projektwochen-Team ein spannendes und abwechslungsreiches Angebot ausgedacht.

»Special Guest« war etwa Pädagoge und Lokalpolitiker Manfred Weller. »Wir sind sehr froh so jemanden in Buseck zu haben, der Kindern ›Energie‹ auch näherbringen kann«, freute sich Nora Schmidt über den Besuch Wellers. Als TÜV-Kids-Experte erklärte er, wie Energie erzeugt wird. Weller wies die Kinder auf ein Missverständnis hin: »Ihr wisst natürlich, dass Energie nicht erzeugt, sondern von einer Form in die andere umgewandelt wird, richtig?« Ob das alle der kleinen Zuhörer wussten, sei zwar dahingestellt, aber nun bekamen sie den Durchblick.

Richtig Freude kam beim Zusammenbasteln der Weller’schen Exponate auf, die er für TÜV-Kids entwickelt. Hier sollte der Busecker Nachwuchs eine elektrische Verbindung zwischen drei Bausatzblöcken herstellen, nämlich einem Schalter, einer Solarzelle und einem Motor mit Flügelrad. Siehe da: Die gesammelte Sonnenenergie wurde in elektrische Energie umgewandelt. Mit ihr konnte der kleine Motor betrieben werden. Als Belohnung gab es ein drehendes rotes Flügelrad zu sehen. Die Magie der Wissenschaft zauberte hier ein erstauntes Lächeln in die Gesichter der Grundschüler.

Das hatte Methode: Dem Team der Ferienspiele war es wichtig, mit viel greifbarer Praxis ein Bewusstsein für nachhaltige Energieumwandlung zu schaffen. Doch Versuchspraxis schön und gut - wie sieht das eigentlich im Alltag aus?

Das erläuterte einer, der es wissen muss, nämlich Uwe Kühn. Der Gemeindevertreter und Vorständler des Solarparkbetreibers Sonnenland eG, gab eine exklusive Führung durch den Solarpark »Sonnenland«. Und weil das Wetter in der Projektwoche nicht hätte besser sein können, gingen Ausflüge auch noch woanders hin. Die Ferientruppe besuchte auch eine Biogasanlage von Landwirt Dietmar Klos. Was in seiner Anlage im Alltag passiert, erklärte Larissa Hildbrand auch noch mal in einem gemeinsamen Experiment. Auf Flaschen mit Bioabfall stülpten die Kids Ballons. Große Augen gab es dann bei der Gasbildung, beim Zersetzungsprozess der Biomasse, als der Ballon langsam immer größer wurde.

Spannend war für die Kids auch der Besuch bei Familie Balser-Kutt und der »Spitzmühle« in Großen-Buseck. Hier wird heutzutage Strom »erzeugt«, nämlich per Wasserkraft. Für die Kids wurde der hier verlaufende Bach »Mühlgraben« auch noch zum Schauplatz diverser Wasserspiele.

Doch der Spaß endete hier noch längst nicht: Neben Bastelaktionen, Tipps zum Stromsparen und Wissensspielen, ging es in der Projektwoche sehr oft zu Fuß und mit aufmerksamem Blick durch die Busecker Natur. Dabei wurde auch immer wieder gesungen, gespielt und gepicknickt.

Bei so viel Grün in unmittelbarer Umgebung, nahm sich Larissa Hildebrand die Zeit zu erklären, was unsere Sonne eigentlich bei der »Photosynthese« in Pflanzen bewirkt. Die Erkenntnis: Ohne die Sonne, kann kein Leben auf unserem Planeten existieren.

Oder mit den Worten von Lila Luftikus: »Dann brauch ich nicht sagen, wie stark die Sonne ist. Ey, lass uns diese Kräfte nutzen, anstatt die Welt nur zu verschmutzen. Yeah, weil’s ›nen Planeten B nicht gibt.«

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