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Fuat Dalar, Markus Scheibe (Telekom Business Solutions), Michael Ranft und Oliver Knöll (v.l.) stellen das Projekt vor. Foto: Zylla © Zylla

In allen Busecker Ortsteilen soll es Glasfaseranschluss geben. Darauf hat sich die Gemeinde mit GlasfaserPlus geeinigt. Im zweiten Quartal 2023 sollen die Baumaßnahmen starten.

BUSECK (zye). 7000 Glasfaseranschlüsse in allen Busecker Ortsteilen, darauf hat sich die Gemeinde mit GlasfaserPlus geeinigt. Eine entsprechende Absichtserklärung hatte der Gemeindevorstand bereits mit Glasfaserplus unterzeichnet. Sie ist eine Tochter der Deutschen Telekom und ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem IFM Global Infrastructure Fund.

Im zweiten Quartal 2023 sollen nun die Baumaßnahmen in Buseck starten. Der Kommune entstehen dabei keine Kosten. Die einzelnen Haushalte sollen dann, nachdem die Arbeit am jeweiligen Hausanschluss erledigt wurde, Downloadgeschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde erreichen können. Die Maßnahme soll kostenfrei geschehen, sofern Mieter und Eigentümer rechtzeitig online oder in einem Shop der Telekom ihr Interesse bei der Telekom anmelden.

Geschwindigkeit

GlasfaserPlus verspricht für die Zukunft noch höhere Geschwindigkeiten, als die aktuell mit Glasfaser möglichen ein Gigabit pro Sekunde Down- und 200 Megabit pro Sekunde Upload. »Die Bandbreite auf einem Glasfaserkabel ist nahezu unbegrenzt«, erläutert Fuat Dalar, Leiter Sales Management des Infrastrukturvertriebs Süd-West der Telekom. Weiterhin sei die Glasfasertechnologie weniger anfällig gegen Unwetter als etwa die Kupferleitungen. Daten würden zudem »stabiler und zuverlässiger« übertragen. Bürgermeister Michael Ranft (CDU) hob die Bedeutung der Modernisierung der Netz-Infrastruktur hervor: »Glasfaser ist die Technologie, die die zukünftig benötigten Datenmengen transportieren kann. Ein Glasfaseranschluss ist genauso wichtig wie ein Anschluss an Strom, Wasser oder Gas.« Auch der Wert einer Immobilie lasse sich mit einem Glasfaseranschluss steigern, glaubt Ranft. Für seine Verwaltung verspricht sich der Rathauschef mit den höheren Netzgeschwindigkeiten auch ein effektiveres Arbeiten.

Was müssen Bürger also tun, um auch in den Genuss einer schnelleren Internetleitung zu kommen? Wichtig sei es, laut Fuat Dalar, rechtzeitig vor Baubeginn Interesse anzumelden: »Wenn das nicht passiert, rollen die Bagger am eigenen Haus vorbei.« Dann würden für eine Nachrüstung Kosten entstehen. Eine unverbindliche Interessensbekundung könne man entweder im Telekom-Shop oder online unter www.telekom.de/highspeed-interesse abgeben. Wenn der Bagger während der Ausbauphase im zweiten Quartal 2023 vor der eigenen Tür steht, legt die Telekom die Leitung kostenfrei bis in den Haushalt. Benötigt sei dafür nur ein Glasfasertarif bei einem beliebigen Telekommunikationsanbieter.

Außerdem brauche GlasfaserPlus noch eine Genehmigung, den Anschluss am Haus herstellen zu dürfen. »Wir setzen den sogenannten Hausübergabepunkt (HÜP). Der ist standardmäßig im Keller«, erläuterte Telekom Regionalmanager Oliver Knöll. »Vom HÜP aus verlegen wir die ersten drei Meter noch kostenfrei zur Glasfaseranschlussdose.« Wenn der Kunde den Weg zu dieser Dose baulich selbst vorbereitet, dann seien die ersten 20 Meter kostenlos. Der Rest werde dann meterweise abgerechnet. Zusätzliche Kosten seien hier aber nur bei Ausnahmen der Fall, so Dalar. Ein Kostenfaktor ist aber auch eine einmalige Anschlusspauschale. Bei der Telekom betrage diese 799,95 Euro, bei anderen Anbietern könne die variieren.

»Alle Provider«

Wer jedoch zunächst weitere Informationen zu den kommenden Baumaßnahmen und einem Glasfaser-Anschluss haben möchte, kann auf das Schreiben der Telekom an alle Haushalte warten. Zudem soll es vor Baubeginn eine Bürgerinformationsveranstaltung mit Telekom Regionalmanager Oliver Knöll geben. Auch Gespräche an den Haustüren sollen kommen. Die Besuche von qualifizierten Telekom-Mitarbeitern sollen aber auch noch frühzeitig im Gemeindeblättchen angekündigt werden, so Fuat Dalar.

Zwar könne man seinen Haushalt auch noch nach den Umbauarbeiten mit Glasfaser nachrüsten lassen, dann fallen jedoch Kosten an. Andere Anbieter würden zudem nicht diskriminiert werden: »GlasfaserPlus vermietet das Netz an alle Provider. Bürger haben damit die freie Wahl, bei wem sie Telefon, Internet und Fernsehen buchen möchten«, erklärte Fuat Dalar.

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