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SPD: »Grundschul-Kita« könnte längst stehen

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Buseck (red). Angesichts fehlender Kindergartenplätze in der Gemeinde sowie Raummangel in der Hofburgschule Alten-Buseck erinnert die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung an den Vorschlag eines kombinierten Baus für Grundschule und Kindergarten, den der damalige Bürgermeister Dirk Haas (SPD) 2018 gemacht hatte.

Freie Wähler und CDU hätten dies hauptsächlich abgelehnt, weil sie Haas »den Erfolg nicht gönnten«.

Der Bau sollte in der Nähe der Grundschule auf Gemeindekosten entstehen, um 50 Kindergartenplätze zu schaffen und dem Raummangel der Grundschule abzuhelfen. Da der Landkreis für Schulen zuständig ist, wollte Haas dem Kreis die benötigten Flächen vermieten. Der Kreis zog bei dieser Planung mit.

Die Busecker Mehrheitsfraktionen hätten in der Diskussion Verkehrsprobleme rund um die bestehende Alten-Busecker Grundschule aufgebauscht. Auch direkt betroffene Kommunalpolitiker in der unmittelbaren Nachbarschaft hätten sich intensiv dagegen ausgesprochen. Der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende Willy Jost habe sich vergeblich bemüht, die Zustimmung für diese Lösung von FW und CDU zu erlangen, heißt es in der Mitteilung.

Nun suchten die Verantwortlichen bei FW und CDU noch heute nach einem Standort für den Neubau eines Alten-Busecker Kindergartens. Jetzt, wo die Warteliste immer länger werde, könnte der Bau schon stehen und die dringend benötigten Betreuungsplätze wären teilweise vorhanden. Jetzt, wo berechtigte juristische Klagen auf den Landkreis und Buseck zukämen, beklage Bürgermeister Michael Ranft (CDU) zu Recht, dass man die ganze Situation nicht rechtzeitig angegangen habe und schon längst ein zusätzlicher Kindergarten vorhanden sein könnte.

Aus Sicht der SPD-Fraktion kann sich der Bürgermeister bei den Fraktionen von FW und CDU »bedanken« und müsse zu überteuerten und unzulänglichen Container-Lösungen greifen. Der Landkreis habe die Möglichkeit, direkt angrenzende Grundstücke zu erwerben, um die Schule am Standort zu erweitern. Dieser Prozess dauert natürlich und wäre im Sinne der Schule schon entsprechend umgesetzt. Diese »Verhinderungspolitik« gehe ausschließlich zulasten der Kinder, Schüler und Eltern, beklagt die SPD.

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