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Verkehrswende-Forderungen finden Zustimmung

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Der Großen-Busecker Ortsbeirat hat in seiner Sitzung 14 Tagesordnungspunkte behandelt. Einwände zum Regionalplan Mittelhessen gab es keine.

Buseck (red). Kürzlich fand unter der Leitung des Ortsvorstehers Sebastian Balser-Kutt (FW) im Kulturzentrum eine Großen-Busecker Ortsbeiratssitzung statt. Eine umfangreiche Tagesordnung mit 14 Punkten war zu bewältigen.

Aus der Sicht des Ortsbeirats gab es keine Einwendungen gegen die Vorlage des Gemeindevorstands zum Regionalplan Mittelhessen. Der Bebauungsplan »Überplanung der Busecker Gewerbegebiete« bezüglich einer Dachnutzung für Solarthermie und Fotovoltaikanlagen sowie Wohnbebauung fand Zustimmung.

Für die grundhafte Sanierung des Landwehrwegs lag eine Planung vor. Erich Hof (SPD) schlug vor, bergwärts Richtung Hochhäuser einen Fahrradstreifen vorzusehen, den Bahnübergang für Bus-Nutzung umzugestalten. Die Planung wurde mit Ergänzungen zur Kenntnis genommen.

Dem »Leitfaden für den Busecker Straßenbau und Straßenraumgestaltung für Gemeindestraßen« wurde ebenfalls zugestimmt.

Die Busecker Verkehrswende-Initative hatte ausgehend von ihrem letzten Aktionstag im Alten-Busecker Rinnerborn Forderungen der Anwohner zu einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen zur Minderung der extremen Belastung des Rinnerborns formuliert. Inhaltliche Punkte des Antrags sind Minderung der Lärm- und Feinstaubbelastung, Zusammenarbeit mit überörtlichen Behörden, moderne Verkehrslenkung, durchgehend 30 km/h und die Schaffung sicherer Querungshilfen. Erich Hof (SPD) als Sprecher des gemeinsamen Antrags unterstrich diese Forderungen, um die sehr große Belastung der Anwohner des Rinnerborns zu mildern. Aus Großen-Busecker Sicht fügte er die Belastung des Alten-Busecker Weges und der Bismarckstraße, den unerwünschte Durchgangsverkehr »Zeilstraße - Bahnhofstraße - Schützenweg« und die unvollendete Fahrradstraße »Bahnhofstraße - Mollner Straße - Schützenweg« hinzu. Berthold Haupt (FW) verwies auf die Beschlussfassung der Gemeindevertretung vom 9. September über aufzustellende Verkehrslenkungspläne für alle Busecker Orte. In diese Richtung sprach sich auch Bürgermeister Michael Ranft (CDU) aus. Jürgen Henß (CDU) ergänzte, im verkehrsberuhigt umgebauten höhengleichen Teil der Bismarckstraße seien die Fußgänger und Anwohner nach wie vor gefährdet. Der Ortsbeirat stimmte einstimmig zu.

Die Wärmeversorgung des Baugebiets Hainerde II war erneut Inhalt einer Beschlussvorlage des Gemeindevorstands. Darin sprach sich der Gemeindevorstand für die ökologische Variante mit Erdwärmekörben aus. Dies billigte der Ortsbeirat einstimmig bei einer Stimmenthaltung.

Manfred Weller trug einen »Antrag des Ortsbeirats an den Gemeindevorstand« vor. Darin wird unter anderem gefordert, in Großen-Buseck Wohnraum zu schaffen, ohne dafür weitere landwirtschaftliche Flächen und Naturräume dem Naturkreislauf zu entziehen. Auch dieser Antrag fand einstimmige Zustimmung.

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