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Vielfältiger Chorgesang beim 42. Liederabend

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Der Chor Sonare pflückt singend die fiktiven Bananen. Foto: Wagner © Wagner

Mitwirkende sowie Gäste hatten ihre helle Freude an der Traditionsveranstaltung, die unter dem Motto »Singen hält jung mit Pep und Schwung«, stand.

Buseck (sil). »Singen hält jung mit Pep und Schwung« - dieses Motto für den 42. Busecker Liederabend wurde bei einem Vorbereitungstreffen mit Vertretern einiger Busecker Gesangvereine schon im Frühjahr festgelegt. Bis zuletzt schwang die Unsicherheit mit, ob die Traditionsveranstaltung am 5. November überhaupt stattfinden kann. Sie fand statt. Und das war gut so.

Mitwirkende sowie Gäste hatten ihre helle Freude daran. Ausrichter war der Gesangverein Bruderkette Beuern, dessen Chor »Sonare« mit einem Kanon aus der Feder von Chorleiterin Verena Schmitz das Motto des Abends unterstrich. Hierin hieß es »Wir lieben das Singen«. Eine Aussage, die wohl alle Anwesenden unterschrieben hätten.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Karin Diehl führte Niklas Henkel mit einer frisch-fröhlichen und ideenreichen Moderation durch den Abend.

Bürgermeister Michael Ranft dankte dem Verein für die gute Organisation und die schöne herbstliche Dekoration der Willy-Czech-Halle. Er verriet, dass sein Opa und Uropa einst im Gesangverein »Polyhymnia Liederkranz Beuern« sangen.

Einer, der in den Reihen dieses Männerchors steht, ist der stellvertretende Ortsvorsteher Moritz Mattern. »Ich weiß, wie viel Freude Chorgesang macht«, konstatierte Mattern in seinem Grußwort.

Kontrastreich

Gewohnt kontrastreich und geschlossen präsentierte sich die »Polyhymnia« unter der Leitung von Jens Kempgens. Sie setzte der wohlklingenden und fein ausbalancierten Darbietung von »Höret was ich euch will sagen« mit »Cordula Grün« den zweifachen Sieger der Faschings-Charts 2019 hinterher. Ein Volltreffer!

Die Sängervereinigung »Eintracht-Germania Großen-Buseck« trat gemeinsam sowie als reiner Frauenchor (Fröhlich klingen unsere Lieder) und Männerchor (Bring mir doch den Rotwein her) auf. Mit »Que sera sera« in der deutschen Fassung »Was kann schöner sein« animierten sie zum Schunkeln. Es war der erste öffentliche Auftritt unter Dirigat von Patrick Henkel, der die »Feuertaufe« bestens bestanden hat.

Beachtlich

Eine beachtliche Leistung zeigte der Chor »Joyful Noise«, zumal als kleinstes und zugleich jüngstes Ensemble des Abends (Gesangverein Felicita). Die acht jungen Damen (Leitung Bettina Kühn) trugen äußerst ton- und textsicher »Autum Leaves« und »Grenade« von Bruno Mars vor. Der Liedtitel legt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um einen Song über den Krieg handelt. Dem ist jedoch nicht so. Vielmehr geht es um eine große Liebe, die nicht im gleichen Maße erwidert wird.

Dass unter den eingeschränkten Probezeiten das Niveau nicht zwangsweise leiden muss, zeigte sich auch beim Auftritt des Chors »Felicita« (Leitung Torsten Schön). Dem Beatles-Hit »Can’t buy me love« aus 1964 folgte, begleitet von einer lebhaften Choreografie, »If you’re happy«. Diesen Titel hatte bereits »Sonare« im Repertoire. Transparent und mit viel Gefühl für die ausgeprägte Dynamik agierte »Felicita« bei »Wie kann es sein« von Daniel Dickkopf (Wise Guys).

Mango, Kiwi, Ananas und Banane gibt? - Genau einen Obstsalat. Und mit eben diesem, gesanglich und beweglich unter Anleitung von Verena Schmitz und dem Chor »Sonare« von allen Anwesenden »zubereitet«, klang das Programm humorvoll aus.

Der Busecker Liederabend hatte schon vor »Corona« eine Schlankheitskur hinter sich: Waren es bei der 34. Auflage noch 22 Ensembles, nahmen 2019 nur noch zwölf Chöre teil.

Diese Programmreduzierung wurde damals von vielen Seiten begrüßt. Nun jedoch hätten es einige Chöre mehr sein dürfen.

Die beiden Formationen der Sängervereinigung »Germania Alten-Buseck« wären gerne dabei gewesen. Leider mussten sie krankheitsbedingt kurz vor der Veranstaltung ihre Auftritte absagen.

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Beeindruckte: Der Chor »Joyful Noise«, das kleinste und zugleich jüngste Ensemble des Abends. Foto: Wagner © Wagner

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