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»Alles ist super gelaufen«

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Bürgermeister Manuel Rosenke, Rewe-Marktleiter Michael Simon sowie Johanna Hennemuth, Lyudmyla de Crouppé und Julia Kukolew von der »Ukraine-Hilfe«. © Schäfer

Bei der Rewe-Kassenaktion von Bürgermeister Maunuel Rosenke kommen 1350 Euro für die »Ukraine-Hilfe« Fernwald zusammen.

Fernwald (rrs). Für derzeit 52 ukrainische Flüchtlinge ist Fernwald, vor allem aber Annerod zu einem sicheren Zufluchtsort geworden. Alle sind privat untergebracht, werden von der »Ukraine-Hilfe« Fernwald betreut und mit dem Nötigsten versorgt. Durch die Flucht konnten sie zwar ihr Leben retten, aber es fehlt einfach an allem, denn außer einem kleinen Packen, den sie bei der Flucht tragen konnten, besitzen diese Menschen nichts mehr. Hilfe kam nun von ungewöhnlicher Stelle.

Mit einer ganz besonderen Spendenaktion zugunsten der »Ukraine-Hilfe« Fernwald hat der Rewe-Markt in Steinbach für Aufsehen gesorgt. Bürgermeister Manuel Rosenke hatte sich am Samstag eine volle Stunde lang für einen guten Zweck an die Kasse des Marktes gesetzt (wir berichteten). Der Umsatz in Höhe von stolzen 1316,95 Euro, den der Gemeindechef möglich gemacht hatte, wurde nun - von Marktleiter Michael Simon aufgestockt auf 1350 Euro - an die »Ukraine-Hilfe« Fernwald gespendet. Julia Kukolew, Johanna Hennemuth und Lyudmyla de Crouppé nahmen den Spendenbetrag überglücklich in Form eines symbolischen Schecks aus den Händen von Simon und Rosenke entgegen. Ein Teil des Geldes wird in Gutscheine für Unterwäsche fließen, während der Rest als Rückhalt für plötzlich notwendige Anschaffungen dienen wird.

Die Helfer von der »Ukraine-Hilfe« Fernwald haben einen »Marktplatz« in der Alten Schule in Annerod ins Leben gerufen, wo die Geflüchteten alles finden können, was man so zum Leben braucht. »Im Marktplatz gibt es nur Sachen, die wir auch selber nehmen würden. Second-Hand-Unterwäsche haben wir zum Beispiel nicht auf Lager, dafür geben wir Gutscheine aus«, betonten die drei Frauen.

Rosenke freute sich, dass er durch seinen Arbeitseinsatz wenigstens etwas helfen konnte. Das könne zwar das Leid, die Verzweiflung und die Angst um ihre Männer, Verwandte und Freunde nicht lindern, aber wenigstens für ein erträgliches Leben in Deutschland sorgen. Simon lobte dessen Einsatz: »Alles ist super gelaufen, so einen schnellen und akkuraten Mitarbeiter findet man wirklich nicht alle Tage.«

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