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Bereitschaftsdienst in Lich belassen

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Die Gemeindevertretung Fernwald will sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung für den Erhalt des ÄBD in Lich einsetzen.

Fernwald (rrs). In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Fernwald ging Bürgermeister Manuel Rosenke auf den Bearbeitungsstand anhängiger Ratsbeschlüsse ein.

Zunächst das heiße Eisen »Radweg an der B 49«, denn noch immer ist eine Tour von Annerod nach Oppenrod oder Buseck ohne Radweg auf der stark befahrenen B 49 ein lebensgefährliches Unterfangen. Zwar habe Thorsten Hitz (HS-Ingenieure) die Unterlagen für die Planfeststellung fertig, aber aufgrund eines aktuellen Verkehrsgutachtens müssten die neu zu erhebenden Daten in die Planfeststellung eingearbeitet werden. Dies erfordere weiteren Planungsbedarf mit neuen Vermessungsarbeiten sowie neuen Kartierungen und 52 Prozent der entstehenden Kosten, sprich 31 000 Euro, blieben dann letztlich an Fernwald hängen. Ein weiterer Wermutstropfen: Die Fertigstellung der neuen Kita im Baugebiet »Auf der Jägersplatt« in Annerod wird sich wegen Schwierigkeiten beim Fenstereinbau um fünf Wochen verzögern.

Dagegen verliefen die Umrüstung der Beleuchtungen auf LED bei Straßen und Sportplätze, das Anlegen von Blühstreifen, das Errichten einer Wetterstation bei der Freiwilligen Feuerwehr Annerod und die Arbeiten am Parkplatz Großen-Busecker-Straße-Nahversorger-Kita planmäßig. Für die geplante Renaturierung am Steinbach sei ein Ortstermin vereinbart, sodass geeignete Maßnahmen erst ab Herbst erfolgen würden. Zur Sanierung der Fernwälder Spielplätze hat das Bauamt einen Fragebogen-Vorentwurf erarbeitet, um die involvierten Kinder und Jugendlichen zu ihren Wünschen zu befragen. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde eine Überprüfung der fünf Abwassersammelgruben in Auftrag gegeben.

Sicherheit

Der Antrag der Grünen zur Verkehrssicherheit vor Kitas mit Parkmöglichkeiten, Schutz beim Bringen sowie Abholen, Kfz-Verkehr auf dem schmalen Kindergartenweg und neue Schilder, Markierungen oder Ähnliches wird nach einstimmiger Zustimmung an den Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr mit Bericht an die Gemeindeverwaltung weitergereicht.

Dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen, dass die Gemeindevertretung Fernwald die Kassenärztliche Vereinigung mit Nachdruck auffordern solle, die angedachte Schließung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes am Standort Lich nicht umzusetzen, wurde einstimmig stattgegeben.

Der Dienst stelle eine wichtige Säule der medizinischen Grundversorgung dar, denn besonders nachts und an Wochenenden sei besonders für Ältere und Kranke die weite Fahrt zur einzigen Anlaufstelle Gießen unzumutbar. Eine Überlastung der Notaufnahme der Asklepios-Klinik-Lich durch nicht lebensgefährlich erkrankte Personen sei zu befürchten, da wohl eher der Fahrdienst gerufen werde, als sich nach Gießen aufzumachen.

Einstimmung wurde zugestimmt, dass die Gemeinde Fernwald sich im Problembereich »Cybersicherheit der öffentlichen Verwaltungen im Landkreis Gießen« am diesbezüglichen Projekt des Landkreises Gießen mit einbringt.. Für Fernwald geht damit die Belastung von 185,31 Euro pro Monat einher.

Der Antrag der Grünen, den Nutzungsradius des Fernwälder Bürgerbusses für notwendige Arztbesuche auf die angrenzenden Gemeinden Pohlheim und Lich auszuweiten, wurde einstimmig an den Haushalts- und Finanzausschuss weitergereicht. Der Bus steht zurzeit nur auf Mietbasis zur Verfügung, ein Fahrer auf Abruf oder regelmäßige Arztfahrten wurden bisher nicht angedacht. Des Weiteren wurde der durch die Revision geprüfte Jahresabschluss 2016 mit drei Enthaltungen ohne Gegenstimmen angenommen und der Gemeindevorstand entlastet. Zum Abschluss fragte Behzad Borhani (Grüne) nach dem beschlossenen Leerstandskataster und wieso noch kein Klimamanager eingestellt worden sei. Rosenke vermerkte, derzeit würden rund um das Kataster Gespräche mit Ingenieurbüros laufen. Eventuell würde auch das Amt für Bodenmanagement kreisübergreifend die Sache in die Hand nehmen, was am kostengünstigsten wäre. Um Fördergelder für den Klimamanager zu beantragen, müsste zuerst ein Kurzkonzept eingereicht werden, das gerade vor der Beschlussfassung stehe.

Auch die geplante Windanlage nahe Oppenrod kam zur Diskussion. Hierüber werde der Vorstand am 31. Mai beraten und am 14. Juni sei ein Gespräch zwischen den Handlungsbevollmächtigten und dem Projektierer vorgesehen, erklärte Rosenke.

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