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Ersatz für drei Fernwalder Gebäude notwendig

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Simone Mattedi präsentierte ihre Analyse. Foto :Wißner © Thomas Wißner

Für die Feuerwehrhäuser in Steinbach und Annerod sowie den Bauhof in Steinbach wird ein Ersatzneubau empfohlen.Das ist das Ergebnis einer Fachanalyse.

Fernwald (twi). Es waren keine guten Nachrichten die Vorstand und Architektin Simone Mattedi von der Firma kplan aus Siegen den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses übermittelte. Ihre einstündige Präsentation mit Analyse der beiden Feuerwehrhäuser in Steinbach und Annerod sowie dem Bauhof in Steinbach beendete sie mit der Empfehlung, dass für die drei Gebäude ein Ersatzneubau benötigt werde und dabei »aus den bekannten Gefahrenpotenziale eine Handlung abgeleitet werden muss«.

Erhebliche Mängel

Eine Bestandsanalyse der beiden Feuerwehrhäuser und des Bauhofs erbrachte erhebliche Mängel und Defizite, Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften wie auch zu klein bemessene Flächen. Priorität hat nun erst einmal das Feuerwehrhaus in Annerod, steht doch hierfür bereits eine Ersatzfläche beim künftigen Gewerbegebiet an der Großen-Busecker-Straße bereit., wie Bürgermeister Manuel Rosenke (parteilos) dazu ausführte. Eine von Dr. Robert Horn (SPD) angeregte Beschlussempfehlung für den Gemeindevorstand soll dann auch bis zur Gemeindevertretersitzung vorgelegt werden, damit dann bereits nach der Sommerpause weitere Schritte auf den Weg gebracht werden können. In ihrem Vortrag hatte Mattedi in Annerod bereits darauf verwiesen dass die Optimierung und Erweiterung Potenziale des Gebäudes mehr als erschöpft sind. Eine weitere Bestandsertüchtigung sei einerseits aus konstruktiven Gründen und andererseits aufgrund der Flächenverfügbarkeit des Grundstückes nicht möglich. Allein schon bei der Fahrzeughalle zeigte die Analyse ein Defizit von 130 Quadratmeter auf stehen lediglich 220 Quadratmeter zur Verfügung während 350 Quadratmeter benötigt werden. Insgesamt steht lediglich eine Nutzungsfläche von 638 Quadratmeter zur Verfügung während 1170 Quadratmeter benötigt werden um den gesetzlichen Anforderungen Folge zu leisten. An Funktions- und Nutzungsflächen samt Außenanlagen würden 1625 Quadratmeter benötigt, während lediglich 304 Quadratmeter zur Verfügung stehen. 29 Alarmparkplätze wären notwendig, es sind jedoch lediglich elf angeordnet. Nicht viel besser ist die Situation in Steinbach, wo ebenfalls ein ausreichend großes Grundstück für einen zeitnahen Ersatzneubau empfohlen wurde. »Die festgestellten Mängel sind, insbesondere in Bezug auf die Unfallverhütungsvorschriften und die Arbeitssicherheit, deutlich gravierend, sodass dringender Handlungsbedarf gegeben ist«, so Mattedi. Bemängelt wurden die zu kleinen Umkleidemöglichkeiten für Herren und Damen ebenso sei auch der Waschraum nicht groß genug und auch die Werkstatt werde aufgrund ihrer Gegebenheiten als Mischnutzung mit Werktisch und Schreibtisch genutzt. Das Bindemittellager wie auch der Dachboden zeichneten sich durch eine transanale Enge aus wobei die Treppe zum Dachboden und Stahltüren nicht den Brandschutzanforderungen entsprechen. Auch für den Baubetriebshof wird empfohlen, ein ausreichend großes Grundstück zu suchen und zeitnah einen Ersatzneubau zu errichten.

Beschilderung fehlt

Bemängelt wurde etwa das Besucher sich auf dem Gelände des Bauhofs frei bewegen können, weil es weder eine Beschilderung der Örtlichkeit noch eine Sichtverbindung zur Kontrolle zwischen Verwaltung und Zufahrt gibt. Das ganze Gebäude sei gekennzeichnet »von funktionalem Durcheinander und Vermischung von Funktionen. Die Fahrzeughalle wird multifunktional genutzt. Dort werden zusätzlich Gerätewerkstatt, Kleingerätelager, Werkzeugschränke und Werkbänke untergebracht. Der Umkleidebereich verfügt weder über eine geschlechtsspezifische Trennung, schwarz-weiß Trennung noch über angeschlossene Sanitärräume. Es ist ein deutliches Flächendefizit vorhanden und die erforderlichen Funktionseinheiten werden nicht im erforderlichen Maß abgebildet.« Alle drei Gebäude eint, dass das die Optimierung und Erweiterungspotenziale der Gebäude mehr als erschöpft und eine weitere Bestandsertüchtigung aus konstruktiven Gründen nicht möglich ist. Zum Feuerwehrgerätehaus Annerod verwies Rosenke darauf, dass »bereits ein gutes Grundstück direkt an der Großen-Busecker-Straße gefunden ist. Dies wäre ein optimales Grundstück, nicht weit entfernt und leicht erreichbar. Das Gewerbegebiet wird dadurch um 4000 Quadratmeter kleiner aber für einen guten Zweck«, so Rosenke (SPD) mit dem Hinweis, dass dies ein einfacher Schritt wäre, den man gehen sollte. Über das Feuerwehrgerätehaus Steinbach und auch den Bauhof sollte nochmals in einer weiteren Sitzung gesprochen werden. Einen Zusammenlegung der Feuerwehren erteilte Gemeindebrandinspektor Jens Richmann mit Verweis auf die einzuhaltende zehnminütige Hilfsfrist eine Absage, diese sei von einem gemeinsamen Standort aus nicht zu gewährleisten.

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