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Grundschule Annerod: Einzug im Januar 2024

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Schulleiterin Anette Glaum (l.) und Kreisschuldezernent Christopher Lipp (2.v.l.) freuten sich mit den anderen Beteiligten über den guten Baufortschritt an der Grundschule in Annerod. Foto: Graf © Graf

Für den Neubau der Grundschule Annerod ist Richtfest gefeiert worden. Die Kosten liegen bei 11,8 Millionen Euro.

Fernwald (kag). Anette Glaum hat dem Schulgebäude ein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt. Beim Richtfest erklärte die Leiterin der Anneröder Grundschule, die Schule stehe am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt und sei das richtige Gebäude. Mit dem Standort an der höchsten Stelle Annerods verbinde die Schule altes und neues Dorf. Das Gebäude »platzt aus allen Nähten«, es sei alles sehr eng geworden. Glaum zeigte sich dankbar über das gute Miteinander bei diesem Projekt, und freut sich, dass die Schulgemeinde ein modernes, helles und freundliches sowie zweckmäßiges Gebäude bekommt.

Erster Kreisbeigeordneter Christopher Lipp (CDU) war froh über die kurze Zeit für die Erstellung des Rohbaus. Im Februar wurde das Projekt mit dem symbolischen ersten Spatenstich auf den Weg gebracht. Es werde erkennbar eine schöne Schule: modern, weltoffen und hell, mit der aktuellen digitalen Ausstattung.

Mit der Nachhaltigkeit dieses Hauses habe man Maßstäbe gesetzt, betonte Lipp. Das Schulgebäude sei ein »Passivhaus-Plus« mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach, Regenwassernutzung und Dachbegrünung sowie einem energetischen Heiz- und Lüftungssystem.

Das neue Schulgebäude kostet nach derzeitigem Stand 11,8 Millionen Euro. Die Förderung beträgt 2,1 Millionen Euro.

Der Neubau entsteht auf dem ehemaligen Festplatz, ist freistehend, mit Ganztagsbereich und Mensa. Der Neubau bildet mit den Bestandsgebäuden einen Campus inclusive zentral angeordnetem, neu gestaltetem Schulhof mit Terrassenbereich vor der neuen Mensa.

Aufgrund von Lieferverzögerungen musste der Bauzeitenplan angepasst werden, sodass mit der Fertigstellung im November/Dezember 2023 gerechnet werde. Im Januar 2024 können Schüler und Lehrer ihre neue Schule in Besitz nehmen. Geplant wurde das Gebäude von LMG-Architekten, Frankfurt. Den Auftrag erhielt Kropp-Bau, Großenlüder. Projektleiter und Koordinator ist Nils Ottinger vom Fachdienst Bauen des Landkreises.

Der Erste Kreisbeigeordnete wies darauf hin, dass auch das Projekt in Annerod unter massiven Lieferproblemen und enorm gestiegenen Baupreisen leide. Planung und Bau seien kompliziert und komplex sowie sehr zeitintensiv. Das bringe auch die digitale Vernetzung der Schule mit sich.

Bürgermeister Manuel Rosenke (parteilos) erinnerte an den Tag vor 261 Tagen, an dem man mit Erdklumpen an den Füßen den ersten Spatenstich zelebriert hatte. 300 Kinder werden zukünftig in die Anneröder Grundschule gehen. Er freue sich darüber, dass die Mädchen und Jungen bald in dem neuen Gebäude lernen können.

Der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Martin Hanika (CDU) erinnerte an die Aufgaben einer Grundschule, in der die wesentlichen Weichen gestellt werden. Am Ende bedankte sich Lipp beim Bauunternehmen Kropp auch dafür, dass die Kinder im Rohbau schon ein Kinderfest feiern konnten und schon ein bisschen ihre Schule in Besitz nehmen konnten.

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