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Probebetrieb: Nur ein Ausschuss in Fernwald?

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Von: Rose-Rita Schäfer

Fernwald (rrs). Soll es in Zukunft keinen Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss und auch keinen Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Kultur mehr in Fernwald geben? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Bürgermeister Manuel Rosenke (parteilos) erklärte, dass beide Ausschüsse in der Hauptsatzung der Gemeinde verankert seien. Diese müsste dann geändert werden. Schon in der Vergangenheit gab es gemeinsame Sitzungen von Bau- sowie Haupt- und Finanzausschuss, der Sozialausschuss fiel mangels Themen immer mal wieder aus. »Eine fachliche Diskussion in diesen Fachausschüssen halte ich daher nicht für zwingend notwendig«, erklärte Rosenke.

Er schlug vor, jeder Fraktion als Ersatz ein weiteres Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss zuzusprechen und verwies auf Staufenberg und Heuchelheim, die die beiden Ausschüsse auch aufgelöst hätten. Für die Gemeinde würde dies eine Kostenersparnis durch den Wegfall des Sitzungsgeldes bedeuten. Auch müsse der Hausmeister nicht tätig werden und die Sitzungsräume müssten nicht geheizt werden.

Hauptausschuss aufstocken

Gerd Espanion (SPD) schlug vor, nicht gleich alles festzuklopfen, sondern erst mal beide Ausschüsse im Probebetrieb auszusetzen. Rainer Müller (Grüne) signalisierte nur für den Fall Zustimmung, wenn der Haupt- und Finanzausschuss um weitere vier Personen aufgestockt würde. Bei der Abstimmung war die Auflösung der Ausschüsse damit vom Tisch, während der Probetrieb mit erweitertem Hauptausschuss bei vier Enthaltungen beschlossen wurde. Das letzte Wort hat kommende Woche die Gemeindevertretung.

Gesamtleitung der Kindergärten

Da weiterführende Aufgaben in den Fernwalder Kitas immer umfangreicher werden, soll eine neue, unbefristete Stelle für die Gesamtleitung der Kindestagesstätten bewilligt werden. Die Leitung wird von der Betreuung der Mädchen und Jungen freigestellt sein, soll sich vorrangig um neue Konzepte und die frühzeitig Erkennung und Lösung von Problemfällen kümmern.

Espanion wollte wissen, wie das Zusammenspiel mit der Lebenshilfe, die ja die neue Kita in Annerod betreiben wird, klappen soll, da dort ein anderes Konzept verfolgt würde. Die Stelle sei nur für die gemeindeeigenen Kitas geplant, aber man müsse natürlich eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig abstimmen, präzisierte Rosenke und beruhigte: »Die Gebühren werden in allen Kitas gleich sein«. Stefan Becker (Freie Wähler) begrüßte den Schritt und auch Manfred Riedl (SPD) reagierte positiv. Der neuen Stelle wurde einhellig zugestimmt.

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