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Sechs Notstromaggregate eingetroffen

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V. l.: Alisa Pfaff (Leiterin Bauamt), Manuel Rosenke (Bürgermeister), Tobias Hennemuth (Wehrführer Feuerwehr Annerod und Fachmann im Bereich Blackout und Vorsorge). Im Hintergrund ist eines der neuen Notstromaggregate zu sehen. Foto: Gemeinde Fernwald © Gemeinde Fernwald

Bereits seit Frühjahr befasst sich die Verwaltung in Fernwald mit der Thematik eines Stromausfalls. Nun sind sechs Notstromaggregate eingetroffen, die in den kommenden Tagen installiert werden.

Fernwald (red). Als eines der folgenschwersten und wahrscheinlichsten Katastrophenszenarien ist die strukturierte Vorbereitung auf einen Stromausfall (Blackout) zwingend erforderlich. Bereits seit Frühjahr befasst sich die Verwaltung in Fernwald mit dieser Thematik und hat hierfür eine Zusammenstellung der Stromleistungen aller notwendigen Betriebsgebäude erarbeitet.

Schnellstmöglich wurden daraufhin Angebote zur Herstellung der Notstromeinspeisung und der Beschaffung der Notstromaggregate eingeholt und eine Beauftragung durchgeführt. Beschafft wurden somit zwei Geräte mit 41 kVA, ein Gerät mit 65 kVA sowie drei Geräte mit 115 kVA Leistung. »Am 20. Oktober konnten wir alle beauftragten Aggregate in Empfang nehmen. Zusätzlich haben alle zuständigen Mitarbeiter eine Einweisung durch die beauftragte Fachfirma in die Geräte erhalten. Die Aggregate werden in den nächsten Tagen an ihren Einsatzort verfrachtet«, teilt Bürgermeister Manuel Rosenke in einer Presseerklärung mit. Unabhängig eines möglichen auftretenden Blackouts müsse jederzeit mit einem Stromausfall, zum Beispiel durch Bauarbeiten oder ähnlichem, gerechnet werden. Sollte dies der Fall sein, könne die Wasserversorgung in den Ortsteilen Steinbach und Albach höchstens für eineinhalb Tage sichergestellt werden, da die Trinkwasserbrunnen dann keine Wassermengen mehr in den Hochbehälter fördern könnten. Für die Kläranlage bedeute ein Stromausfall, dass es nach circa zwei Stunden kritisch werde und das System »kippt«. Das habe zur Folge, dass ungereinigtes Abwasser in Gewässer gelangen kann.

Auch die Vorgaben des Landes Hessen für die Einrichtung von Notunterkünften (Betreuungsplatz 50) konnten umgesetzt und zusätzlich das Rathaus als zentrale Einrichtung des Verwaltungsstabs in Krisensituationen sichergestellt werden.

»Ich möchte mich besonders bei unserem Bauamt sowie den zuständigen Mitarbeitern im Bereich der Feuerwehr, des Bauhofes, der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung bedanken. Auch gilt mein Dank der guten und unkomplizierten Zusammenarbeit mit allen beteiligten Gremien«, so Rosenke.

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