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Steinbach: Mehr Sicherheit dank Ampel

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Von: Volker Böhm

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Der Zebrastreifen vor dem Rathaus an der Oppenröder Straße soll durch eine Ampel ersetzt werden. Bürgermeister Manuel Rosenke hofft, dass dies bis Ende 2023 erledigt wird. Foto: Wißner © Wißner

Der Fußgängerüberweg in der Oppenröder Straße in Steinbach wird durch eine Ampel ersetzt.

Fernwald (vb). Die Stelle ist gefährlich, denn der Fußgängerüberweg an der Oppenröder Straße - der Landstraße 3129 - in Steinbach folgt direkt nach einer Innenkurve. »Da gibt es teilweise verschärfte Bremsmanöver, weil die Leute zu schnell fahren«, weiß Bürgermeister Manuel Rosenke (parteilos). Deshalb freut er sich, dass der Zebrastreifen durch eine Ampel ersetzt wird. »Wenn alles gut läuft, ist das im vierten Quartal 2023 der Fall.«

Vor zehn Jahren hat es an dem Überweg einen tödlichen Unfall gegeben. Eine 85-Jährige, die beim Überqueren der Straße von einem Autofahrer angefahren worden war, erlag den multiplen inneren Verletzungen. Ein gleichaltriger Suzuki-Fahrer, der ortseinwärts unterwegs war, hatte sie mit der Fahrzeugfront erfasst.

Alle zwei Jahre Hauptverkehrsschau

Dieser tragische Vorfall hat allerdings auf die aktuelle Entwicklung keinen Einfluss gehabt. Ausgangspunkt war eine Hauptverkehrsschau Ende vergangenen Jahres. Vertreter von Hessen Mobil, der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, der Gemeinde und der Polizei beraten alle zwei Jahre über den Sicherheitszustand des Straßennetzes. Beim jüngsten Treffen ging es auch um den Fußgängerüberweg am Rathaus. Vonseiten der Gemeinde wurde darauf hingewiesen, dass Autofahrer, die aus Richtung Steinbach kommen, den Fußgängerüberweg spät wahrnehmen. Hessen Mobil sagte eine Verkehrszählung zu.

Diese fand nach Angaben von Pressesprecherin Sonja Lecher am 23. Juni statt. »Der Termin für eine Verkehrszählung muss immer an einem repräsentativen Tag sein, also nicht in den Ferien oder an Wochenenden. Auch darf es keine Umleitungsstrecke sein.« Das war an jenem Donnerstag gegeben. Von 6 bis 19 Uhr wurde gezählt. In der Spitze überquerten in einer Stunde 34 Schulkinder und 15 Erwachsene den Überweg. 619 Fahrzeuge wurden in der Spitze innerhalb einer Stunde gezählt. »Die Einsatzkriterien für den Bau einer Fußgängerampel sind erfüllt«, fasste Lecher zusammen.

Die Pressesprecherin verwies ebenfalls auf den Standort unmittelbar nach einer Innenkurve. Der Überweg sei dadurch erst spät zu erkennen. Deshalb und wegen der Ergebnisse der Verkehrszählung haben die Fachleute entschieden, den Überweg durch eine Ampel zu ersetzen.

Nach Angaben des Bürgermeisters ist eine Bedarfsampel vorgesehen, die also nur auf Anforderung der Fußgänger reagiert. Wer aus Steinbach Richtung Albach fährt, soll durch ein Warnzeichen darauf hingewiesen werden, dass die Ampel kommt.

Als nächsten Schritt werde Hessen Mobil einen Signallageplan für die Ampel erstellen, berichtete die Pressesprecherin. Dieser Plan muss dann mit der Gemeinde, der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises und der Polizei abgestimmt werden. Der Landkreis wird den Signallageplan inklusive verkehrstechnischer Berechnung anordnen. Dann kann Hessen Mobil die Arbeiten für den Bau der Ampel ausschreiben und in Auftrag geben. Auf den von Rosenke erhofften Umsetzungstermin im vierten Quartal 2023 wollte sich Lecher noch nicht festlegen. Dies werde sich im Laufe der nun zu erledigenden Schritte konkretisieren. Nach aktueller Schätzung wird mit Kosten von etwa 50 000 Euro gerechnet. Den Großteil übernimmt das Land, da es sich um eine Landesstraße handelt.

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