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Unbefristete Stelle für Kita-Gesamtleitung bewilligt

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Von: Rose-Rita Schäfer

Die neue Leitung wird von der Kinder-Betreuung freigestellt sein, soll sich vorrangig um neue Konzepte und die frühzeitig Erkennung und Lösung von Problemfällen kümmern.

Fernwald (rrs). Da weiterführende Aufgaben in den Fernwalder Kitas immer umfangreicher werden, soll eine neue, unbefristete Stelle für die Gesamtleitung der Kindestagesstätten bewilligt werden. Dieses Thema wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) Fernwald diskutiert.

Die Leitung wird von der Kinder-Betreuung freigestellt sein, soll sich vorrangig um neue Konzepte und die frühzeitig Erkennung und Lösung von Problemfällen kümmern. Gerd Espanion (SPD) hakte nach, wie das Zusammenspiel mit der Lebenshilfe, die ja die neue Kita in Annerod betreiben wird, klappen soll, da dort ein anderes Konzept verfolgt würde. Die Stelle sei nur für die gemeindeeigenen Kitas geplant, man müsse eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig abstimmen, präzisierte Rosenke und beruhigte: »Die Gebühren werden in allen Kitas gleich sein.« Stefan Becker (Freie Wähler) begrüßte den Schritt und auch Manfred Riedl (SPD) reagierte positiv. Einstimmige Zustimmung.

Keine Mehrheit für Wohnmobilplätze

Der Antrag der Grünen, vier Wohnmobilstellplätze an der Fernwaldhalle einzurichten, fand keine Mehrheit. Rainer Müller (Grüne): »Wohnraum wird immer teurer, ein Gästezimmer ist daher meist nicht vorhanden und durch veränderte Familienstrukturen wohnen Eltern oder Verwandten oft weit entfernt. Mit dem Wegfall des »Hessischen Hofs« aber gibt es in Fernwald kaum Übernachtungsmöglichkeiten, also wird mit dem Wohnmobil, so vorhanden, angereist.« Auch durch Ansiedlung von Gewerbe werden immer öfter Übernachtungen in räumlicher Nähe nachgefragt. Dafür ist aufgrund von Corona ein regelrechter Boom auf Wohnmobile entstanden - doch wohin mit dem großen Gefährt in Fernwald? Jens Richmann (SPD) zeigte sich mit dem Fernwaldhalle-Vorschlag nicht glücklich, brauche man doch Strom- und Wasseranschlüsse. Zudem sei die Gemeinde bei parkenden Wohnmobilen relativ nachsichtig. Ulrike Bell-Rieper (FW) votierte zwar gegen den Vorschlag, meinte aber, dass man in Zukunft kaum ohne Stellplätze auskäme, wie schon die eingerichteten Plätze in Grünberg, Laubach und Lich zeigen würden. Auch Heike Habermann war zwiegespalten, da sie keine Falschparker möge und an der Fernwaldhalle schon jetzt Parknot herrsche.

Soll es in Zukunft keinen Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss und auch keinen Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Kultur mehr in Fernwald geben? Bürgermeister Rosenke erklärte: »Beide Ausschüsse sind in der Hauptsatzung, welche dann anzupassen wäre, verankert und werden nach dem Benennungsverfahren gebildet. Schon in der Vergangenheit haben die beiden Ausschüsse immer gemeinsam getagt. Eine fachliche Diskussion in diesen Fachausschüssen halte ich daher nicht für zwingend notwendig«. Er schlug vor, jeder Fraktion als Ersatz ein weiteres Mitglied im HFA zuzusprechen und verwies auf Staufenberg und Heuchelheim, welche die beiden Ausschüsse auch aufgelöst hätten.

Das würde zudem eine Kostensenkung durch den Entfall des Sitzungsgeldes, Einsatz des Hausmeisters und Aufheizen der Sitzungsräume bedeuten. Gerd Espanion (SPD) schlug vor, nicht gleich alles festzuklopfen, sondern beide Ausschüsse im Probebetrieb auszusetzen. Die Grünen mit Rainer Müller wollten dem nur zustimmen, wenn der Haupt- und Finanzausschuss um weitere vier Personen erhöht würde. In der Abstimmung war die Auflösung der Ausschüsse damit vom Tisch, während der Probetrieb mit vier weiteren Personen im HFA mehrheitlich mit vier Enthaltungen angenommen wurde.

Zum Abschluss meldete Gerd Espanion (SPD) freie Plätze im Lerncafé und regte ein Rundschreiben mit entsprechenden Hinweisen an, was Rosenke spontan zusagte.

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