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1869 fuhren die ersten Züge

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Ausstellungseröffnung mitMarcel Schlosser, Harald Sellner und Wolfgang Hofheinz (v.l.). © Schütte

Der Verkehrsverein 1896 Grünberg und der Freundeskreis Museum Grünberg haben gemeinsam im Barfüßerkloster eine Ausstellung »150 Jahre Oberhessische Eisenbahn in Grünberg« konzipiert.

Grünberg (hgt). Aus Anlass des 800-jährigen Jubiläums der Stadt Grünberg haben der Verkehrsverein 1896 Grünberg und der Freundeskreis Museum Grünberg gemeinsam im Barfüßerkloster eine Ausstellung »150 Jahre Oberhessische Eisenbahn in Grünberg« konzipiert, die noch bis 27. März läuft. Hierzu hat auch der Vorsitzende des Verkehrsverein Grünberg, Harald Sellner, einige Exponate und Bilddokumente aufgetrieben.

Die Eröffnung wurde im Barfüßerkloster im Beisein von Bürgermeister Marcel Schlosser, dem ersten Vorsitzenden des Freundeskreis Museum Grünberg (FMG) Wolfgang Hofheinz und Harald Sellner, sowie weiteren Gästen vorgenommen. Wie Sellner in seinen Begrüßungsworten betonte, sei man eigentlich schon drei Jahre über der Zeit, denn die Strecke Gießen-Grünberg wurde bereits 1869 eröffnet, doch Corona-bedingt musste man lange zurückstecken. Doch freue es ihn, dass man nun eine interessante Ausstellung präsentieren könne. Er bedankte sich bei allen Sponsoren, wie der Stiftung der Sparkasse Grünberg, der Stiftung Rittmannsperger, der Wenzel OHG, dem Freundeskreis Museum Grünberg und nicht zuletzt der Stadt Grünberg. Ohne deren finanzielle Unterstützung wäre diese Ausstellung nicht zu stemmen gewesen. Informationen habe man von Jürgen Röhrig (Pohlheim), ein ausgesprochener Experte für die Oberhessische Eisenbahn, Andreas Christopher aus Frankfurt mit seinem umfangreichen Bildarchiv, Renate Kraus-Pötz aus Lumda, Karlheinz Hartmann aus Weickartshain und Hans-Ludwig Vogler aus Göbelnrod bekommen.

Vielfältiges Material

Vielfältig war das Material und die Bilder, auf die man zurückgreifen konnte. Es habe dabei auch erstaunt, mit welch technischer Raffinesse die Urgroßväter Aufgaben gelöst haben. Am meisten beeindruckte die Drahtseilbahn, die man von der Grube bei Atzenhain bis an den Bahnhof Lumda errichtet hatte, um so das Erz fast automatisch auf die Eisenbahnwaggons zu verladen. Vergessen darf man auch nicht, dass Grünberg im Verlauf der Lumdatalbahn einen besonderen Bahnhof besaß. Eine alte Volksweise sagte darüber »Der kleinste Bahnhof der Welt steht in Beltershain im Feld«.

Darüber freute sich auch Bürgermeister Schlossser, stammt er doch aus Beltershain, der die Ausstellung eröffnete und sich zusammen mit Hofheinz darüber freute, dass diese Ausstellung zum Auftakt des Jubiläumsjahres an den Start geht.

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr. Am Sonntag folgt als zweite Veranstaltung der Festakt zur 800-Jahrfeier in der Gallushalle, zu dem sich rund 250 geladene Gäste, darunter Ministerpräsident Volker Bouffier und Landrätin Anita Schneider, einfinden werden.

Im Rahmen der Veranstaltung werden auch Prof. Holger T. Gräf und Dr. Andrea Pühringer das Grünberger Stadtlexikon vorstellen.

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