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Blick in die Kirchengeschichte

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Graf Karl Georg zu Solms-Laubach, Propst Matthias Schmidt, Claus Spandau und Bernd Klein (v.l.) im Gespräch. Foto: Schütte © Schütte

Grünberg (hgt). Das Evangelische Dekanat Gießener Land und die Ambulanten Dienste des Oberhessischen Diakoniezentrums sind seit Januar dieses Jahres im Flachsbachweg 2 und 3 im Schwedendorf angesiedelt. Am vergangenen Samstag hatten die neuen Nachbarn von 14 bis 17 Uhr ihre Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Besucher konnten sich dabei im Haus der Kirche über die Arbeitsbereiche des Dekanats Gießener Land und ihr Engagement vor Ort und in der Region informieren.

Auch in den Räumen der Ambulanten Dienste der Diakonie gab es viel zu erfahren über die Arbeit in der Tagespflege »Pudelwohl« und die Rolle, die Tiere wie Kaninchen und Hunde dabei spielen. Die Teams in den beiden Häusern boten den vielen interessierten Gästen Kaffee, Kuchen, Snacks und erfrischende Getränke auf der Freifläche zwischen den beiden Häusern an. In den Räumlichkeiten selber konnte man mit den dort Tätigen ins Gespräch kommen und im Haus des Dekanats auch am Glückrad drehen. Da in diesem Jahr die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), zu der auch das Dekanat Gießener Land gehört, 75 Jahre alt wird, wurde auch eine Ausstellung über ein Dreivierteljahrhundert hessischer Kirchengeschichte mit zwölf Motivwänden präsentiert, die an 80 ausgewählte Momente und Ereignisse in der Geschichte der EKHN erinnert. Damit sollen die eigenen Erinnerungen der Betrachterinnen und Betrachter aktiviert werden. Wobei sie aufgefordert waren, ihre persönlichen Geschichten mit ihrer Kirche auf dafür bereitliegende Zettel zu notieren oder sich mit anderen darüber auszutauschen. Deshalb trägt die Ausstellung den Titel »Erzähl mir mehr!« Die Ausstellung kann in dieser Woche noch bis zum Donnerstag, den 7. Juli 2022, jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr im Haus der Kirche besucht werden. Begonnen hatte die Veranstaltung am frühen Nachmittag unter der Moderation von Ökumene-Pfarrer Bernd Apel mit einer einleitenden Musik, gespielt von Kantorin Ulrike Sgodda-Theiß an der Orgel, und kurzen Ansprachen von Propst Matthias Schmidt, dem Geschäftsführenden Vorstand des Oberhessischen Diakoniezentrums Johann Friedrich-Stift, Bernd Klein, dem Kreistagsvorsitzenden des Landkreises Gießen, Claus Spandau, sowie Graf Karl Georg zu Solms-Laubach, der für die Einrichtung ein Gemälde des Laubacher Malers Felix Klipstein als Geschenk mitgebracht hatte. Von der erkrankten Dekanin Barbara Lang wurde ein Grußwort verlesen. Alle Redebeiträge hoben hervor, dass das Evangelische Dekanat und die Diakonie jetzt in guter Nachbarschaft verbunden sind. Das sei ein gutes Beispiel, hob Spandau hervor, das auch die hessischen Gemeinden zur gemeinsamen Arbeit animieren sollte. Schließlich wurden noch sechs Friedenstauben in den Himmel entlassen, um die frohe Botschaft des Tages zu verkünden.

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Die sechs »Friedenstauben« beim Start. Foto: Schütte © Schütte

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