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Eine echte Grimmicherin

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Inga Christ ist die neue »35. Grimmicher Märtfraa«. Zusammen mit Bürgermeister Marcel Schlosser nahm sie schon einmal Platz auf dem grünen Traktor. Foto: Wißner © Wißner

Inga Christ heißt die »35. Grimmicher Märtfraa« in Grünberg. Sie löst nach vier Jahren Andrea Strauch ab.

Grünberg (twi). »Inga i fahr di mit’m Traktor heim« scherzte Bürgermeister Marcel Schlosser in Anlehnung an das bekannte Lied von Wolfgang Fierek am Ende eines ereignisreichen Festes im Brunnental, zu dessen Beginn Inga Christ als neue Marktfrau oder wie es offiziell heißt als »35. Grimmicher Märtfraa« vorgestellt wurde.

Christoph Riedmann hatte die neue und auch die nach nunmehr vier Jahren aus dem Amt scheidende Märtfraa Andrea Strauch mit seinem grünen Kramer-Traktor ins Brunnental chauffiert. Just in jenem Moment wurde dann das gut gehütete Geheimnis der neuen Märtfraa gelüftet. Bei Inga Christ handelt es sich um eine echte Grimmicherin, erblickte diese 1978 in der Gallusstadt das Licht der Welt, ist Sportinteressierten als ehemalige Handballspielerin der HSG Grünberg-Mücke bekannt, derweil sie eine Naturheilpraxis im Nebenerwerb betreibt und beruflich als Angestellte in einem Betreuungsbüro tätig ist.

Überreicht wurde ihr der neue Märtfraa-Löffel auf dessen Stiel »Inga Christ 35. Märtfraa - gegeben zu Grünberg an Pfingsten im Jahre 2022« eingebrannt ist und auf der Löffelrückseite findet sich der Hinweis »800 Jahre Grünberg«. In Herzform ist jene goldene Plakette mit der Inschrift »Grimmicher Märt-Fraa 2022/24« die ihr umgehängt wurde. Und kaum im Amt ging es dann auch schon los, mussten nicht nur gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt die Enten für das 12. Entenrennen zu Wasser gelassen werden, sondern vor allem »Grimmicher Schusterpech« an die Besucher ausgeschenkt werden. Und hier holte dann noch einmal Corona die Schusterpech-Tradition ein. Bedingt durch Corona war Andrea Strauch insgesamt vier statt zwei Jahre im Amt. Traditionell wird Schusterpech in einem großen Löffel an Besucher ausgeschenkt, doch in Coronazeiten wurde davon Abstand genommen und so hatte die neue Märtfraa auch ein Körbchen mit kleinen Gläsern dabei, welche dann gefüllt gereicht wurden.

Auch wenn es mit der Heimfahrt auf dem elf PS starken Schlepper nichts wurde, so nutzten Christ und Schlosser ihren Scherz und nahmen zumindest für ein Foto schon mal Platz.

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